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Instagram stoppt Version für Kinder

Mimikama-Mitarbeiter, 28. September 2021
Artikelbild: Syda Productions / Shutterstock
Artikelbild: Syda Productions / Shutterstock

Offenbar an den Eltern vorbei geplant worden: die neue Kinderversion der Foto-App Instagram. Zumindest wurde sie vorerst einmal ausgesetzt, um Zeit zu gewinnen, sich mit Eltern und Regulatoren der Kinder im Alter zwischen 10 und 12 auseinanderzusetzen.

Instagram – Chef Adam Mooseri ist aber weiterhin von der geplanten App überzeugt, zumindest schrieb er das in einem Blogeintrag. Es sei richtig, für Kinder in diesem Alter eine eigene Variante des Foto-Dienstes anzubieten. Nun soll es aber zuerst einmal eine ausführliche Konsultation mit Experten, Eltern und Politikern geben.

Gleichzeitig betonte Mosseri, dass nie daran gedacht worden sei, Instagram-Kids für Kinder unter 10 Jahren zu entwickeln. Allerdings bieten auch TikTok und YouTube eigene Versionen für die angedachte Altersgruppe an und auch wir sind der Meinung, dass es für Eltern besser ist, die Möglichkeit zu haben, ihren Kindern Zugang zu einer für sie geeigneten Version von Instagram zu ermöglichen.

Kinder geben oft ein falsches Alter an

Aktuell können sich Kinder erst ab 13 offiziell bei Instagram anmelden. Allerdings ist es auch für jüngere Kinder nicht besonders schwierig, sich einen Account einzurichten. Ein falsch angegebenes Geburtsdatum reicht dazu schon aus. Dieses Problem will Facebook nun mit einer angepassten Version angehen, in der es weniger Werbung geben wird, dafür die Eltern eine bessere Kontrolle erhalten sollen. Ein von den „Eltern kontrolliertes Erlebnis“ soll diese für März angekündigte App werden, so Facebook.

 

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Ein Beitrag geteilt von Adam Mosseri (@mosseri)

Gebremst wurde die Planung durch das Schreiben einer parteiübergreifende Gruppe von 44 Generalstaatsanwälten an Facebook Boss Zuckerberg.

Darin forderte man ihn unter Hinweis auf das Kindeswohl auf, das Projekt aufzugeben. Gegenwind bekam er auch von Kinderschutz Organisationen.

Passend zum Thema: Kinderfotos auf Instagram, Facebook und CO


Autorin: Angelika Godau


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