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Instagram Erpressung: Zu freizügig im Chat

Claudia Spiess, 14. Januar 2020
Instagram Erpressung: Zu freizügig im Chat
Instagram Erpressung: Zu freizügig im Chat

Teures Vergnügen mit Internetbekanntschaft! Ein Kontakt über Instagram. Ein Videochat entwickelt sich.

Geschickt und offensichtlich gezielt vorbereitet bringt die unbekannte Chatpartnerin einen 38-jährigen dazu, dass er vor der Web-Cam onaniert. Die Rechnung dafür erhält er noch am selben Abend: Die im Chat aufgezeichneten sexuellen Handlungen würden über YouTube an Freunde, Familie und Arbeitgeber weitergeleitet werden. Außer er bezahle 1.500 Euro.
Doch damit nicht genug. Der Mann wird in den darauffolgenden Tagen zu weiteren Zahlungen aufgefordert. Er kommt diesen Forderungen nach und überweist insgesamt 5.000 Euro auf ein ausländisches Konto. Die Erpressung nahm damit kein Ende. Es wurden weitere 10.000 Euro gefordert. Nun wendet sich der Geschädigte an die Polizei.

Vorsicht im Chat mit Fremden

Die Kripo Würzburg übernahm die Ermittlungen zum Fall des 38-Jährigen. Sie mahnt zu besonderer Vorsicht bei Austauschen intimer Fotos oder auch sexueller Handlungen vor Web-Cams. Man weiß nie, mit wem man es zu tun haben könnte.

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Sollte man Opfer einer Erpressung werden, soll man nicht darauf reagieren, sondern sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.

Polizei warnt vor Sexting und Sextortion

„Sexting“ – Sex + Texting – bezeichnet das Senden von Nachrichten mit eindeutig sexuellem Inhalt vor allem über diverse Messenger Dienste. Betrüger nutzen dies gern als Masche, um an intime Fotos oder Videos zu gelangen und die Opfer so zu erpressen.
„Sextortion“ – Sex + Extortion (Erpressung) – beschreibt genau, was im Fall des 38-Jährigen passiert ist. Die Opfer werden dazu gebracht, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, um sie anschließend mit Videoaufzeichnungen davon zu erpressen.

Quelle: inFranken.de
Artikelbild: Shutterstock / Von mooremedia


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