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Der Inflation ein Schnippchen schlagen?

Die Inflation ist auf Rekord-Niveau. Gravierende Preissteigerungen in allen Lebensbereichen und kein Ende in Sicht.

Susanne Breuer, 27. Mai 2022

Die Inflation in Deutschland ist auf einem Rekordniveau. Für den April wurde eine Preissteigerungsrate von 7,4 % gemeldet. (HIER) Da kann zinsfreie Ratenzahlung eine Möglichkeit sein, bei größeren Anschaffungen den aktuell günstigeren Preis zu realisieren.

Inflation. Was ist das eigentlich?

Wenn das gesamte Preisniveau steigt, wenn also nicht nur einige Preise nach oben gehen und gleichzeitig nicht an anderer Stelle Preise sinken und so die Anstiege ausgeglichen werden, dann spricht man von Inflation.

Für den gleichen Warenkorb muss der Verbraucher 7,4 % mehr zahlen als im selben Monat des Vorjahres, also April 2021.

Größere Anschaffungen – jetzt oder später?

Wer größere Anschaffungen plant, die nicht aus der Portokasse finanziert werden, hat in aller Regel zwei Möglichkeiten. Entweder wird mit der Anschaffung gewartet und gespart, bis das Geld reicht, oder der Kauf wird auf Kredit finanziert. Das kann ein Verbraucherkredit bei der Bank sein oder eine der vielen Ratenzahlungsmöglichkeiten, die der Handel oder Zahlungsdienstleister anbieten. Gerade bei kleineren Summen dürfte eher Ratenzahlung infrage kommen.

Wer sich für die konservative Methode entscheidet, erst zu sparen und dann zu kaufen, also nur Geld auszugeben, das bereits aus eigenen Mitteln verfügbar ist, läuft aktuell Gefahr, dass der Preis für das begehrte Produkt mit jedem Monat weiter steigt, also immer teurer wird. Wer sich für die Kreditfinanzierung entscheidet, hat unter Umständen mit nicht unerheblichen Zinsen zu rechnen, die den Vorteil, den aktuellen Kaufpreis realisiert zu haben, auffressen können.

Null-Zins-Angebote

An dieser Stelle kommen aktuell Angebote von Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Klarna ins Spiel.

Klarna hatte bereits im März angekündigt, eine neue Ratenzahlungsoption einzuführen, die für die Kunden kostenfrei sein soll, also ein effektiver Zins von null Prozent. Mit dieser Neuerung wollte Klarna die Branche aufrütteln und deutlich kundenfreundlicher werden. (HIER) PayPal bat seine Kunden bei Ratenzahlung dagegen mit einem effektiven Jahreszins von 9,99 % zur Kasse.

Nun zieht auch PayPal nach und hat für die Zahlungsziele von 3, 6, 9 und 12 Monaten den effektiven Jahreszins komplett gestrichen. Kleiner Haken: Der Nulltarif steht nur nach einer Kreditwürdigkeitsprüfung zur Verfügung und nur für Beträge zwischen 100 und 5.000 €. Außerdem gilt die Null-Prozent-Aktion nur bis zum 26. Juni. (HIER)

Mit einer zinsfreien Ratenzahlung können Kunden unkompliziert den Kauf eines Produktes bereits jetzt durchführen, den aktuellen Preis realisieren und später zahlen, ohne dadurch zusätzliche Kosten über den Kaufpreis hinaus zu haben.

Inflation Schnippchen schlagen

Das ist auch kein Privileg der beiden genannten Zahlungsdienstleister, sondern gilt auch für alle anderen Ratenzahlungsmöglichkeiten, die z.B. von Online-Händlern direkt angeboten werden. Hauptsache, es gilt 0,0 % effektiver Jahreszins und keine heimlichen Zinsen wie Bearbeitungskosten für Ratenzahlung.

Damit lässt sich der Inflation ein Schnippchen schlagen.

Vernünftig bleiben

Aber nicht vergessen: Auch wenn bei Ratenzahlung keine Zinszahlungen fällig werden, muss der Kaufpreis früher oder später komplett bezahlt werden. Also besser nicht unvernünftig werden und nur das kaufen, was man sich auch tatsächlich in diesen Zeiten leisten kann. Und den Überblick behalten über die eigenen Ratenzahlungsverpflichtungen.

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