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Neue Facebook-Funktion „Mentorship Program“

Ralf Nowotny, 26. November 2018
Mentoren und Mentees finden sich einfacher
Mentoren und Mentees finden sich einfacher

In ausgewählten Gruppen können sich auf Facebook nun Mentoren und Schüler miteinander verknüpfen, um besser lernen und Erfahrungen austauschen zu können.

Bereits im November 2017 wurde von Facebook die Funktion vorgestellt, welche ermöglichen wird, dass sich Mentoren und Mentees gezielt finden können. Dabei geht es gezielt um Menschen, die Unterstützung benötigen, um ihre Ziele zu erreichen. Diese verbinden sich durch die neue Funktion mit Mentoren, die das nötige Fachwissen und die Erfahrung besitzen, um helfen zu können.
Zusätzlich werden Mentor und Mentee noch von einer gemeinnützigen Partnerorganisation begleitet und schrittweise durch ein Programm geführt, welches von jener Partnerorganisation entwickelt wurde und das auf die Mentees zugeschnitten ist.

Wie kann man sich das vorstellen?

Dazu gibt Facebook Newsroom folgendes Beispiel:

In der Facebook-Gruppe „Mama Dragons“ können sich Mütter direkt miteinander verbinden, deren Kinder Transgender sind, wobei ratsuchende Mütter und Mütter, die damit Erfahrung haben, als Mentee und Mentor fungieren.
Ebenso verknüpfen sich in der Gruppe „Soap-making and Business Coaching“ erfolgreich Mentoren und Mentees, so dass beispielsweise eine Mutter es schaffte, aus ihrem Hobby, der Seifenherstellung, ein Geschäft zu machen.

Wie funktioniert das?

Mentorship steht Menschen innerhalb ausgewählter Gruppen zur Verfügung, die sich auf Erziehung, berufliche und persönliche Entwicklung konzentrieren.

Konkret funktioniert dies dann folgendermaßen:

  • Gruppenadministratoren erstellen ein Mentoring-Programm. Administratoren können aus einer Vielzahl von Vorlagenprogrammen wählen, wie z.B. Karriereförderung, Kompetenzentwicklung oder Förderung und Unterstützung, und dasjenige auswählen, das am besten zu den Bedürfnissen ihrer Community passt.
  • Die Menschen melden sich an und werden mit ihrem Mentor/ Mentee zusammengeführt: Gruppenmitglieder können sich als Mentor oder Mentee anmelden, dann wird der Gruppenadministrator Personen zusammenstellen.
  • Paare werden vorgestellt. Paare können sich gegenseitig kennenlernen und Programmschritte in ihrem Einzel-Mentoring-Programm auf Facebook durcharbeiten. Sie können dort Beiträge teilen und kommentieren oder über Messenger kommunizieren.
  • Mentoren und Mentees werden Schritt für Schritt geführt. Die Paare durchlaufen ein geführtes Programm, das sie ermutigt, wöchentlich miteinander zu kommunizieren.
Screenshot: Facebook Newsroom
Screenshot: Facebook Newsroom

Ist das sicher?

Die gesamte Kommunikation zwischen einem Mentor und dem Mentee ist nur für das Paar sichtbar. Personen können Probleme an Facebook melden, und sie haben Zugriff auf die gleichen Berichts- und Sperrfunktionen, die an anderer Stelle auf Facebook verfügbar sind. Mentorship ist nur für Personen ab 18 Jahren möglich.

Fazit

Bisher beschränkt sich das Mentorship-Programm nur auf bestimmte Gruppen und Themen. Bei Erfolg könnte sich das Ganze aber recht vielversprechend entwickeln:
Beispielsweise ist es denkbar, dass sich dann Menschen mit Computerproblemen spezifisch an Mentoren wenden können, die anbieten, andere Menschen spezifisch zu unterrichten.
Auch denkbar wären Gruppen, in denen Menschen anbieten, z.B. als Mentor bei Mathematikproblemen der Stufe 5 – 7 zu helfen, die dann für Hilfesuchende leichter auffindbar sind.
Bei beiden Beispielen wäre dann auch nicht einmal eine begleitende Organisation nötig, würde es aber ungemein vereinfachen, Menschen miteinander zu verknüpfen.


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