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Illegaler Darknet-Marktplatz „Hydra Market“ abgeschaltet

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das BKA haben heute Morgen die in Deutschland befindliche Serverinfrastruktur sichergestellt und abgeschaltet.

Tom Wannenmacher, 5. April 2022
"Hydra Market": Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das BKA haben heute Morgen die in Deutschland befindliche Serverinfrastruktur sichergestellt und abgeschaltet.
"Hydra Market": Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das BKA haben heute Morgen die in Deutschland befindliche Serverinfrastruktur sichergestellt und abgeschaltet.

Bei „Hydra Market“ handelt es sich um den mutmaßlich umsatzstärksten illegalen Marktplatz weltweit. Die Umsätze des Marktplatzes beliefen sich alleine im Jahr 2020 auf mindestens 1,23 Mrd. Euro. Den Schwerpunkt der mindestens seit 2015 über das Tor-Netzwerk erreichbaren russischsprachigen Darknet-Plattform bildete der Handel mit illegalen Betäubungsmitteln, außerdem wurden weltweit ausgespähte Daten sowie gefälschte Dokumente und digitale Dienstleistungen gewinnbringend angeboten.

Auf dem Marktplatz waren ca. 17 Mio. Kunden- und über 19.000 Verkäuferkonten registriert. Dabei wurden heute Bitcoins in Höhe von derzeit umgerechnet ca. 23 Mio. Euro sichergestellt, die dem Marktplatz zugerechnet werden. Den heutigen Maßnahmen gingen aufwändige Ermittlungen voraus, die seit August 2021 vom BKA und der ZIT geführt werden und an denen mehrere US-amerikanische Behörden beteiligt waren.

Server des weltweit größten Darknet-Marktplatzes beschlagnahmt und 543 Bitcoins im Gesamtwert von rund 23 Millionen Euro sichergestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das Bundeskriminalamt (BKA) haben am heutigen Dienstag die in Deutschland befindliche Serverinfrastruktur des weltweit größten illegalen Darknet-Marktplatzes „Hydra Market“ sichergestellt und diesen damit geschlossen. Es wurden Bitcoins in Höhe von derzeit umgerechnet ca. 23 Mio. EUR sichergestellt, welche dem Marktplatz zugerechnet werden.

Das diesbezüglich bei der ZIT anhängige Ermittlungsverfahren richtet sich gegen die bislang unbekannten Betreiber und Administratoren der genannten Plattform. Gegen diese besteht unter anderem der Verdacht des gewerbsmäßigen Betreibens krimineller Handelsplattformen im Internet, des gewerbsmäßigen Verschaffens oder Gewährens einer Gelegenheit zum unbefugten Erwerb oder zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln sowie der gewerbsmäßigen Geldwäsche.

Den am heutigen Tag durchgeführten Sicherstellungen gingen aufwändige Ermittlungen voraus, die seit August 2021 vom BKA und der ZIT geführt werden und an denen mehrere US-amerikanische Behörden beteiligt waren.

Bei dem illegalen Marktplatz handelte es sich um eine mindestens seit 2015 über das Tor-Netzwerk erreichbare russischsprachige Darknet-Plattform. Ihr Schwerpunkt bildete der Handel mit illegalen Betäubungsmitteln, zudem wurden über die Plattform weltweit ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente sowie digitale Dienstleistungen gewinnbringend angeboten.

Auf dem Marktplatz waren ca. 17 Mio. Kunden- und über 19.000 Verkäuferkonten registriert.

„Hydra Market“ dürfte nach Einschätzung von ZIT und BKA der umsatzstärkste illegale Marktplatz weltweit gewesen sein. Dessen Umsätze beliefen sich alleine im Jahr 2020 auf mindestens 1,23 Mrd. Euro. Insbesondere durch den von der Plattform bereitgestellten „Bitcoin Bank Mixer“, einen Dienst zur Verschleierung digitaler Transaktionen, wurden Kryptoermittlungen für Strafverfolgungsbehörden immens erschwert.

Auf der Webseite des Marktplatzes Hydra-Market wurde heute das nachfolgende Sicherstellungsbanner veröffentlicht:

llegaler Darknet-Marktplatz „Hydra Market“ abgeschaltet
Screenshot: BKA

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt bedanken sich bei allen beteiligten Sicherheitsbehörden für die hervorragende Zusammenarbeit.

Quelle: Bundeskriminalamt


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