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HiddenAds – 47 Apps im Google Play Store betroffen

Kathrin Helmreich, 3. Juli 2020
HiddenAds - 47 Apps im Google Play Store betroffen
HiddenAds - 47 Apps im Google Play Store betroffen

Sicherheitsspezialist Avast warnt vor HiddenAds in vermeintlichen Gaming-Apps. 47 Anwendungen des Google Play Stores gemeldet.

In einer Pressemitteilung warnen die Sicherheitsexperten von Avast vor 47 vermeintlichen Gaming-Apps. Alle wurden an Google gemeldet. Die verdächtigen Anwendungen enthalten versteckte Adware – derzeit sind noch 17 der Apps im Store verfügbar. Die Anwendungen, die im Play Store verfügbar waren, gehören zur HiddenAds-Familie, einem Trojaner, der als sichere und nützliche Anwendung getarnt ist, stattdessen aber störende Werbung auch außerhalb der App betreibt. Die Apps wurden insgesamt mehr als 15 Millionen Mal heruntergeladen.

Die Sicherheitsspezialisten von Avast haben diese Apps mit Hilfe der automatischen Erkennungssoftware von apklab.io, entdeckt, die auf einer kürzlich ebenfalls im Google Play Store entdeckten HiddenAds-Kampagne basiert. Da die aktuelle Kampagne ähnliche Aktivitäten, Merkmale und Netzwerkverkehr aufzeigte, konnte sie von Avast identifiziert werden.

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Die Apps sind in der Lage, ihr Symbol auf einem infizierten Gerät zu verbergen und auf dem gesamten Gerät störende Werbung anzuzeigen, was ein Hauptmerkmal der HiddenAds-Familie ist. Sieben der Apps können auch den Browser des Telefons öffnen, um zusätzlich Werbung anzuzeigen. Selbst wenn der Anwender die App von seinem Gerät entfernt, erscheinen die Anzeigen weiterhin. In den Bewertungen der Apps beschweren sich Nutzer über die unentwegte Werbung und die geringe Funktionalität der Spiele-Features.

„Kampagnen wie diese erreichen den Play Store, indem die Apps ihren wahren Zweck verschleiern oder, nachdem sie heruntergeladen wurden, schadhafte Funktionen langsam einführen. Es ist schwierig, Adware-Kampagnen zu verhindern, da die Akteure für jede App ein eigenes Entwicklerkonto verwenden.

Obwohl Google ein zuverlässiger Partner bei der Entfernung schadhafter Apps ist, müssen die Nutzer wachsam bleiben, wenn sie neue Anwendungen auf ihren Geräten installieren und auf Anzeichen wie beispielsweise negative Kritiken und umfangreiche Zugriffsrechte achten, um schadhafte Anwendungen zu erkennen”,

erklärt Jakub Vávra, Bedrohungsanalyst bei Avast.

So können Anwender Adware-Apps erkennen 

Adware ist eine Art von schadhafter Software, die einen Anwender mit übermäßiger Werbung innerhalb und außerhalb einer App bombardiert. Adware-Apps sind oft schwer zu erkennen, da sie häufig als Unterhaltungsanwendungen getarnt sind, wie zum Beispiel Spiele-Apps. Die Rezensionen für diese Apps fallen oft negativ aus und weisen auf übermäßige Werbung oder eine geringe Funktionalität der angeblichen App-Funktionen hin.

Normalerweise bieten Entwickler solcher Apps nur eine App in ihrem Entwicklerkonto an, was einen Benutzer auf möglicherweise böswillige Absichten hinweisen könnte. Anwender sollten vor der Installation die Berechtigungen überprüfen, die die Anwendung benötigt, und aufmerksam die Nutzerbewertungen lesen, um nicht Opfer von Adware-Apps zu werden.

Das sind die am häufigsten heruntergeladenen Apps der HiddenAds-Familie: 

  • Draw Color by Number (1.000.000 Downloads)
  • Skate Board – New (1.000.000 Downloads)
  • Find Hidden Differences (1.000.000 Downloads)
  • Shoot Master (1.000.000 Downloads)
  • Stacking Guys (1.000.000 Downloads)
  • Disc Go! (1.000.000 Downloads)
  • Spot Hidden Differences (500.000)
  • Dancing Run – Color Ball Run (500.000)
  • Find 5 Differences (500.000 Downloads)
  • Joy Woodworker (500.000 Downloads)
  • Throw Master (500.000 Downloads)
  • Throw into Space (500.000 Downloads)
  • Divide it – Cut & Slice Game (500.000 Downloads)
  • Tony Shoot – NEW (500.000 Downloads)
  • Assassin Legend (500.000 Downloads)
  • Flip King (500.000 Downloads)
  • Save Your Boy (500.000 Downloads)
  • Assassin Hunter 2020 (500.000 Downloads)
  • Stealing Run (500.000 Downloads)
  • Fly Skater 2020 (500.000 Downloads)

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Quelle: Avast
Artikelbild: Chaikom / Shutterstock


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