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Hacker veröffentlichen gestohlene Daten zu Pfizers Corona-Impfstoff

Annika Hommer, 15. Januar 2021
Artikelbild: Shutterstock Von Giovanni Cancemi
Artikelbild: Shutterstock Von Giovanni Cancemi

Hacker veröffentlichen Daten zu Pfitzers Corona-Impfstoff! Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) gab bekannt, dass Daten bezüglich des Impfstoffs gegen das Corona-Virus von Pfitzer und Biontech durch bislang unbekannte Hacker geleakt wurden.

Erste Cyber-Attacken bereits im Dezember! Dies ist nicht der erste Angriff auf einen Corona- Impfstoff bzw. Corona-Impfstoffdaten. Die EMA teilte bereits im Dezember mit, dass Informationen wie Peer Reviews, Powerpoint-Präsentationen und weitere Daten gestohlen und verbreitet wurden, so auch Berichte von Bleeping Computer (Hackers leak stolen Pfizer COVID-19 vaccine data online (bleepingcomputer.com).

EMA schreibt am 12.1.2021

Cyberattack on EMA – update 4

„The ongoing investigation of the cyberattack on EMA revealed that some of the unlawfully accessed documents related to COVID-19 medicines and vaccines belonging to third parties have been leaked on the internet. Necessary action is being taken by the law enforcement authorities.

The Agency continues to fully support the criminal investigation into the data breach and to notify any additional entities and individuals whose documents and personal data may have been subject to unauthorised access.

The Agency and the European medicines regulatory network remain fully functional and timelines related to the evaluation and approval of COVID-19 medicines and vaccines are not affected.

EMA will continue to provide information in due course, to the extent possible, given its duty towards the ongoing investigation.“

Es wurden alle notwendigen Hebel zur Strafverfolgung in Bewegung gesetzt. Der Diebstahl und die Veröffentlichung der Daten habe laut Pfitzer allerdings keine Auswirkungen auf die regulatorische Arbeit, wodurch es keine Veränderungen bezüglich Evaluierungszeiten und Freigabefahrplänen des Impfstoffs gebe.

Geheimdienste in Verdacht

Der finnische IT-Sicherheitsdienstleister F-Secure vermutet hinter den Hackerangriffen nicht das Handeln üblicher Internet-Krimineller.  Zwar sei bislang weder bei den Vorfällen von Dezember noch bei den Aktuellen geklärt, wer diese zu verantworten hat, allerdings ginge man von staatlich gesteuerten Angriffen durch Geheimdienste aus.

Quellen: EMABleepingcomputer
Gastautorin: Annika Hommer von „“Irgendwas Mit Schreiben

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