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Montag, 31 Mai 2021
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Waldeinsamkeit – Ein Wald einsam im Stadion

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Nachdem selbst Weltstar Leonardo di Caprio auf seinem Twitter- und Instagramaccount Bilder eines Waldes mitten im Wörtherseestadion teilte, ist das Kunstprojekt „For Forest“ längst in aller Munde.

Doch was steckt dahinter? Ein künstlicher Wald aus einer Mischwaldmischung mit Fichten und Buchen, ist die künstlerische Installation „For Forest“ des Schweizer Künstlers Klaus Littmann. Nun, der Wald steht nicht irgendwo, er steht in einem Stadion.

Littmann, bekannt für seine großflächigen Kunstinstallationen im öffentlichen Raum, baute den Wald nach einem Bild des Tiroler Künstlers Max Peintner nach, das eine Menschenmasse in einem Stadion zeigt, das begeistert den Wald bejubelt, inmitten einer futuristischen Welt, in der Wald und Grünfläche ausgestorben scheinen.

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Für das Projekt im 33.000 Menschen fassenden Stadion in Klagenfurt, Kärnten, ließ Littmann 200 Bäume mit 10-14 Meter Höhe verpflanzen.

Infobox: Das Wörtherseestadion wurde im Zuge der Europameisterschaft 2008 gebaut und umfassst 33.000 Plätze, bei einer Einwohnerzahl von lediglich 100.000. Das Stadion ist derzeit Heimplatz des lokalen Zweiligisten Austria Klagenfurt und dient ansonsten für Konzerte, Länderspiele und Fläche für Kunstinstallationen.

Dies ist ein Greenkama-Inhalt. Greenkama ist ein Projekt von Mimikama, denn der bewusste Umwelt- und Klimaschutz muss eine Frage der Verantwortung und Ermutigung sein!
 

Ist das Kunst oder muss das weg?

Das Kunstprojekt wurde bereits 1993 geboren, als Littmann im nicht mehr existierenden Kunstraum Remise während der Ausstellung „Fußball in der Vitrine“ die Zeichnung von Max Peinters „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“, erwerben wollte. Dies scheiterte allerdings daran, dass diese bereits zuvor an einen amerikanischen Sammler verkauft worden war.

Obwohl er das Kunstwerk nicht erwerben konnte, blieb Littmann die Idee im Kopf und er verwirklichte diese nun 2019 im Klagenfurter Stadion.

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Der Wald: Sinnlose Kunst auf Steuerzahlerkosten?

Obwohl das Projekt stattliche 2,2 Millionen Euro verschlungen hat, wurde dieses frei finanziert.
Die Stadt Klagenfurt stellte lediglich das Stadion als künstlerische Projektionsfläche gratis zur Verfügung, das restliche Geld kam durch Spenden und Baumpatenschaften zusammen.

Die lokalen Widerstände, welche vor allem durch die Opposition angeführt wurden, waren beseitigt, da der Alternativplan, den künstlichen Wald auf einer Freifläche zu platzieren als störender empfunden wurde, als im selten benützten Sportstadion.

Ist so etwas nachhaltig?

Das Projekt „For Forest“ soll die nächsten zwei Monate im Wörtherseestadion ausgestellt werden, danach werden die Bäume in der Nähe des Stadions wieder „ausgesetzt“ und dort ihrem freien Wachstum überlassen.
Kritiker der Aktion bemängeln vor allem die Nachhaltigkeit durch den Transportweg und den enormen logistischen Aufwand, um die Bäume so im Stadion zu pflanzen, dass Rasenheizung und sonstige Bestandteile des Stadions nicht beschädigt werden.

Als Hingucker dient der künstliche Wald in jedem Fall, wie die enorme Resonanz nach den Social Media Posts des Hollywoodstars Leonardo di Caprio zeigen. Der Landeshauptmann Kärntens, Peter Kaiser, reagierte bereits und lud den preisgekrönten Schauspieler zu einer persönlichen Besichtigung des Projektes ein.

Künstlerisch trifft das Projekt „For Forest“ in jedem Fall einen Nerv, insbesondere vor dem Hintergrund der massiven Waldbrände im Amazonas und dem kontinuierlichen Ausmerzen von Grünflächen und Verbetonierung des menschlichen Lebensraumes.

Verweise:

Autor: Alexander Herberstein, Artikelbild: Klaus Littmann „FOR FOREST – Die Ungebrochene Anziehungskraft der Natur“, Kunstintervention 2019, Wörthersee
Stadion Klagenfurt | Austria. Foto: UNIMO

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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