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I-CleanUp: Ich entferne Müll!

Von | 26. Juli 2019, 11:27

Müll aufsammeln kann tatsächlich ein Hobby sein! Und wie das funktioniert, erklärt Beate. Beate ist Mitglied der Bürgerinitiative CleanUp Erftstadt.

Richtig angefangen habe ich damit, als ich Kinder bekommen habe. Bei jedem Spielplatzbesuch habe ich den Sandkasten von Kippen, Scherben, Kronkorken und abgenagten Pfirsichkernen und sonstigem Müll gereinigt, damit meine Kinder nicht damit spielen oder sowas sogar in den Mund stecken. Auch den groben Schmutz habe ich in der Zeit, wo die Kinder gespielt haben, in die durchaus vorhandenen Mülleimer versenkt.

Und dann der erste Urlaub mit Kindern am Meer. Man breitet sein Handtuch am Strand aus, bzw. man will es ausbreiten, will es aber nicht auf Kippen, Kronkorken und abgenagte Pfirsichkerne legen. Also sammelt man erst mal den Dreck an der Stelle weg, die man sich für den Strandbesuch ausgesucht hat.

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Und wenn man es sich dann gemütlich gemacht hat und sich umsieht, wird man gleich wieder tätig…. Denn mal ehrlich: Ich möchte, dass meine Kinder am Strand mit Wasser, Sand, Muscheln, Algen etc. spielen, aber doch nicht mit dem Müll anderer Leute… Also haben wir vom Strand immer mehr Müll zurückgebracht, als wir erzeugt haben.

„Müll sammele ich schon ewig in kleinem Rahmen auf, wenn er mich stört.“

In einem Urlaub an der Nordsee, als die Kinder schon größer waren, dann der Augenöffner:

In einem Infozentrum zum Naturpark Wattenmeer fanden sich in einer Ausstellung ausgestopfte Seevögel, die tot aufgefunden wurden. Daneben auf einem Tellerchen der Mageninhalt: Jede Menge Müll! Und Fotos von Küstenbewohnern, die sich in Müll verfangen haben und elend zugrunde gegangen sind (vergleiche hier).

Dies ist ein Greenkama-Inhalt. Greenkama ist ein Projekt von Mimikama, denn der bewusste Umwelt- und Klimaschutz muss eine Frage der Verantwortung und Ermutigung sein!
 

Seitdem war bei jedem Strandspaziergang eine Tüte für Müll dabei.

Bei mir zuhause habe ich mich vor Jahren der Initiative eines Bekannten angeschlossen, der für Pfandringe an Mülleimern gekämpft hat, erfolgreich. Später habe ich ihm dann seine Facebookseite gestaltet, auf der er über seine Wald- und Seeufersäuberungsaktionen berichtet hat, mit dem Ziel, dass die Stadt oder das Forstamt Mülleimer an den Seeeingängen aufstellt. Leider vergebens.

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Einer anderen Bekannten hatte ich mich vor Jahren bei einer Kronkorkensammelaktion zugunsten eines jungen Mannes angeschlossen, dem damit ein geländegängiger Rollstuhl finanziert wurde.

Und genau diese Bekannte, Stefanie Schwarz, hatte dann letztes Jahr im Herbst die Idee, sich dem World CleanUp Day 2018 anzuschließen. Und da sie selten kleine Brötchen backt, hat sie sich Ruckzuck vernetzt mit anderen CleanUp Initiativen und Mitstreiter/innen wurden gesucht und gefunden, eine Homepage erstellt, eine Facebookseite und Gruppe gegründet.

Und in dieser Initiative wird nicht nur Müll gesammelt, allein, in kleinen oder einmal monatlich in großen Gruppen. Nein, es wurde Kontakt zum Bauhof und zum Umweltamt geknüpft. Es werden örtliche Unternehmen angesprochen, die zur Vermüllung des Ortes beitragen. Es werden Bürgeranträge gestellt, um auf Orte mit besonderer Müllproblematik hinzuweisen.

Es wurde mit Tobacycle Kontakt aufgenommen, um dem Problem der Zigarettenkippen Herr zu werden. Wir haben nun erste Sammelstellen im Ort, für Zigarettenkippen. Unser Wirtschaftspark wird auf unseren Antrag hin einen Müllcontainer und Dixieklos erhalten, um der Vermüllung und Verunreinigung durch parkende LKW-Fahrer Herr zu werden. Wir verteilen gratis Taschenascher und versuchen, gerade jetzt bei zusätzlicher Waldbrandgefahr, ein Bewusstsein zu schaffen für die Schädlichkeit von Zigarettenkippen für die Umwelt.

Wir haben jetzt schon zweimal mit Infoständen über die Müllproblematik im Ort informiert und werden das auch weiter tun.

 

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