Kein Faktencheck: Das wirkt gegen Gösn!

Andre Wolf, 18. Juni 2019
Gösn-Alarm!
Gösn-Alarm!

„Er hat Gösn geschrieben, er hat Gösn geschrieben. Was soll das??“ (Achtung: dieser Nicht-Faktencheck kann eine Prise Humor beinhalten!)

Ja, liebe Freunde aus Deutschland. Als Deutscher in Österreich (sog. Piefke) hat man es nicht immer einfach. Und ich bin ein solcher Deutscher hier in Österreich. Nichts trennt uns mehr, als die gemeinsame Sprache. Und nur wenige Dinge liebe ich mehr, als genau diese Unterschiede zu finden.

Einer dieser Unterschiede sind die Gelsen. Glaubt mir, das meint man in Österreich ernst. Gelsen (auch als Gösn ausgesprochen, mit einem hauchzartem Hang zum i hinter dem ö) sind nicht die Einwohner von Gelsenkirchen, sondern die kleinen Plagegeister, die uns in jedem Sommer gerne mal den Schlaf rauben:

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Überhaupt Österreich … also die Oe24. Es handelt sich dabei um das größte Boulevardblatt in Österreich mit Gratisexemplaren in den Wiener U-Bahnstationen. Die Oe24 ruft irgendwie in jedem Jahr so einen Gösnalarm aus.

Glaubst du nicht? Sieh hier! 2014:

Gelsen-Alarm nach Hochwasser.

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2015

Gelsen-Alarm wegen hohen Temperaturen.

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2016

Gelsen-Alarm wieder wegen Wetter und überhaupt. Die Tigermücke aus Asien (Hauptsache die Viecher kommen aus dem Ausland).

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2017

Ok, 2017 hab ich nichts bei der Oe24 gefunden. Aber dafür bei dem anderen großen Boulevardblatt, das ebenso hier in Wien in den U-Bahnstationen gratis ausliegt. Die „Heute“:

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2018

Da war aber wieder Verlass auf die Oe: Killermücken an der Grenze zu Österreich. Ob die Mückenroute geschlossen wurde?

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Aber interessant, dahinter steckt ein immer wiederkehrender Narrativ: Die Gefahr aus dem Ausland. Sie lauert an unseren Grenzen, und wenn es in Form von Gösn ist.

Aber was hilft denn nun gegen Gösn?

Da gibt es viele Tipps, wir können da nicht nur den einen geben. Im Gegensatz zu den Boulevardmeldungen wollen wir von Mimikama keine Panik mit Schlagzeilen auslösen, sondern konstruktiv arbeiten.

Man kann sich natürlich einen LebenspartnerIn suchen, den die Biester noch gschmackiger finden. So als Ablenkungsmanöver quasi, denn Gösn reagieren vor allem auf das Kohlendioxid, welches wir beim Atmen ausstoßen und auf den Geruch unserer Haut. Also: Probeschlafen mit wechselnden PartnerInnen? Kann man machen, muss aber nicht.

Es gibt natürlich Hausmittel, so wie der Einsatz von Zitronengras, die Blätter von Tomaten, Basilikum, Lavendel oder Katzenminze. Doch die Wirkung dauert nicht besonders lange an. Präventiv hilft lange und dichte Kleidung, möglichst hell. Feine Insektennetze an den Fenstern lassen die Gösn gar nicht erst in die Wohnung. Ein Ventilator oder ähnliche Windzüge halten Gösn auch fern.

Gut helfen beispielsweise Produkte, die den Wirkstoff DEET enthalten. Allerdings sind diese auch mit Vorsicht zu genießen und nichts für Kinder oder Schwangere. Auch Mittel mit den Wirkstoffen Icaridin, Ethylbutylacetylacetylaminopropionat oder p-Menthan-3,8-Diol sind wirkungsvoll. Die Stiftung Warentest hat da ein paar Produkte getestet (siehe hier).

Es warad wegend er Gösn ….

Als gut integrierter Piefke in Österreich kenne ich die Gösn natürlich bereits seit Jahren. Sind eh Oarsch. Die Depperten.

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Aber wir wollen ja nicht zu sehr sudern, der Sommer ist noch lang und mit den Mimikama-Anti-Gösn-Tipps wird man das schon überleben. Als ostwestfälisches Landei habe ich bereits 40 Sommer überlebt. Aber es waren ja eben immer nur „Mücken“ und keine „Gösn“.


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