Glühwein, Punsch & Co: Mythos „Alkohol wärmt von innen“

Andre Wolf, 28. Oktober 2019
Artikelbild von Yummy pic / Shutterstock.com
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Wenn es kalt wird, kommt die Zeit der Winter- und Weihnachtsmärkte. Neben duftendem Gebäck locken auch Glühwein und Punsch, die ja angeblich gegen die Kälte helfen sollen.

Der Sommer ist nun endgültig gegessen. Der (zu warme) Oktober neigt sich mit jahrezeittypischen Temperaturen dem Ende zu. Bald wird es sogar noch kälter, denn „Winter is coming“. Der Winter, auch mit seinen angenehmen Seiten. Ein Keks hier, ein Glühwein dort.

Gerade dann, wenn es kalt ist und man sich zu einem der vielen winterlichen und weihnachtlichen Märkte aufmacht, wärmt man sich ja gerne mit einem Heißgetränk auf. Das soll ja helfen!

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Doch wie steht es eigentlich um die alkoholischen Flüssigheizungen? Erfüllen Punsch und Glühwein, was man ihnen nachsagt? Wir machen den Faktencheck!

Punsch & Glühwein: Ernüchternd betrachtet

Am Ende fallen sie wohl durch, denn die alkoholischen Heißgetränke wärmen uns nicht wirklich auf. Es ist lediglich ein anfängliches Gefühl der Wärme, wenn ein Glühwein getrunken wird.

Das Ergebnis ist gar schlimmer, denn Punsch und Co bewirken am Ende das Gegenteil: Sie fördern eine Auskühlung! Da der Alkohol dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße erweitern, fließt mehr Blut an die Hautoberfläche. An der Oberfläche wird die Wärme durch die kalte Umgebung jedoch schnell abgegeben.

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Die Österreichische Apothekerkammer sagt beispielsweise ganz deutlich:

Pro 50 Gramm Alkohol, das entspricht etwa 2-3 Portionen Glühwein, Punsch oder Jagertee (genaue Umrechnung siehe weiter unten), sinkt die Körpertemperatur um ein halbes Grad.

Wer also glaubt, sich im Winter mit Alkohol warm halten zu können, liegt falsch.

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Verschlucken wir im Schlaf haufenweise Spinnen?

Für die meisten Menschen dürfte es eher eine gruselige Vorstellung sein: Man schläft gemütlich vor sich hin. Stundenlang. Den Mund dabei leicht geöffnet. Aus den dunklen Winkeln des Raumes krabbelt ein Opa Langbein nach dem anderen in Richtung unseres Betts, zielgerichtet auf unser Gesicht zu, mit dem Vorhaben, die Mundhöhle zu erobern.

Naja, nicht ganz so dramatisch, dennoch hält sich der Mythos, dass man im Schlafe im Laufe des Lebens eine große Anzahl von Spinnen verschlucken würde. Die Zahlen dazu variieren – wen verwundert es – was diesen Mythos weiter unterstreicht.

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