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Manipulierter Geldautomat?

Kathrin Helmreich, 5. März 2018

Ein Video aus Wien verunsichert Internetnutzer. Zu sehen ist ein manipulierter Geldautomat in der Innenstadt Wiens.

Aktuell wird wieder ein Video auf Facebook geteilt, das bereits 2016 in Umlauf gebracht wurde.

Darin zu sehen ist die Enttarnung eines manipulierten Geldautomaten:

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Bild im Klartext:

Wiener Zentrum. Ich habe nie aufgepasst. Jetzt muss ich es. Und nicht nur da.

[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]Dieses Video ist ECHT.[/mk_info]

Es wurde ursprünglich von Benjamin Tedesco am 19. Juni 2016 in Wien, genauer gesagt am Wiener Stephansplatz, aufgenommen.

Wir hatten bereits 2016 persönlichen Kontakt zu ihm. Er selbst ist im technischen Kundendienst einer Sicherheitsfirma tätig.

Skimming

Die Methode nennt sich “Skimming” (“Abschöpfen”). Mit einer Art Attrappe werden Kartendaten ausgelesen und gespeichert. Dazu wird bei Geldautomaten ein manipulierter Aufsatz über das eigentliche Kartenlesegerät gestülpt.

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Bild mit freundlicher Genehmigung durch Benjamin Tedesco, LinkedIn Profil.

Den manipulierten Aufsatz hat er nochmals gesondert fotografiert, so dass man die einzelnen Komponenten, welche für das Auslesen der Daten verantwortlich sind, genauer erkennen kann. Man sieht den Magnetstreifenleser (Mitte, am Kartenschlitz), die Batterie (rechts) und den Kontrollchip (oben).

Die Polizei gibt dazu folgende Präventionstipps:

  • Bleiben Sie bei einer Fehlermeldung in jedem Fall beim Geldautomaten (Bankomat). Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken.
  • Bitten Sie einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu holen. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie gegebenenfalls per Handy bei der Bank an.
  • Verständigen Sie die Polizei außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten.
  • Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.
  • Haben Sie mehrere Zahlungskarten? Betätigen Sie den Türöffner eines Bankinstitutes nicht mit der gleichen Karte, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten.
  • Geben Sie Ihre PIN niemals an dem Türöffner eines Bankinstitutes ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners. Verständigen Sie in solchen Fällen die Polizei und das Geldinstitut.
  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (zum Beispiel Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das “Ausspähen” per Kamera oder Foto-Handy erheblich.
  • Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, zum Beispiel angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu können.

Weitere Tipps:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.
  • Bei dem Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie umgehend die Karte über Ihre Bank oder den bundesweiten Sperrnotruf 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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