Privatkäufe: Betrüger wollen deine Kreditkartendaten!

Andre Wolf, 3. Januar 2022
Artikelbild: Von fizkes / Shutterstock.com
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Diese neue Betrugsmasche im Online-Handel kommt immer häufiger zum Einsatz. Dabei sind deine Kreditkartendaten in Gefahr.

Bei dieser Betrugsmethode ist nicht der Verkäufer, sondern der Käufer der Täter. Die Polizei schätzt die Dunkelziffer beim Betrug um Kreditgartendaten hoch ein. Damit du dich schützen kannst, beschreiben wir hier den Ablauf.
Ein Verkäufer stellt ein Inserat beispielsweise bei eBay-Kleinanzeigen online und gibt seine Mobilfunknummer zur Kontaktaufnahme an. Kurz darauf erhält er eine WhatsApp-Nachricht von einem vermeintlichen Kaufinteressenten nach einer ersten Kontaktaufnahme per Whatsapp einen Link zugeschickt, unter welchem er die Daten seiner EC- oder Kreditkarte zur Abwicklung des Verkaufs eingeben soll.
Nach Eingabe der Daten ist die Seite mit dem Link nicht mehr erreichbar und die Betrüger sind im Besitz der Kartendaten des Verkäufers.
Die Geldtransfers gingen allesamt ins osteuropäische Ausland, sodass eine Rückbuchung nicht möglich war.

Kreditkartendaten in Gefahr: Wie kann ich mich schützen?

  • Online-Zahlungen immer genau prüfen.
  • Kredit- oder EC-Kartendaten nie über zugeschickten Links
    eingeben, die per WhatsApp oder Viber zugesandt wurden.
  • Keine private Mobilfunknummer auf öffentlichen Portalen zur
    Kontaktaufnahme angeben. Die Messenger-Funktion z.B. über
    eBay-Kleinanzeigen ist für eine Kaufabwicklung absolut
    ausreichend.
  • Keine Kopien der Bank- oder Kreditkarten oder des
    Personalausweises verschicken.
  • Von Käufern nicht drängen lassen. Wer sich drängen lässt oder
    unter Druck gesetzt wird, macht Fehler und übersieht
    möglicherweise wichtige Details.
  • Im Zweifelsfall immer Verwandten/Freunden oder Bekannten zu Rate
    ziehen.
  • Sollte bereits ein Schaden eingetreten sein, informieren Sie die
    für Ihren Wohnort zuständige oder eine nahe gelegene
    Polizeidienststelle.

Im Internet sind Information über alle gängigen Betrugsmaschen unter www.polizei-beratung.de abrufbar.

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