Gefahr von Facebook-“Virus” immer noch gegeben (Das wird dein Video sein)

Andre Wolf, 31. Oktober 2017

Vorsicht! Die virale Verbreitung eines schädlichen Links über den Facebook-Messenger ist noch nicht gestoppt!

Viele Facebooknutzer bekommen weiterhin gefährliche private Nachrichten, die sie letztendlich in eine Falle locken sollen. Es handelt sich hierbei um eine böswillige Falle, bei der die Nutzer ihre Accounts verlieren! Alles beginnt mit einer privaten Nachricht von einem befreundeten Facebook-Account.
Diese Nachricht kommt unvermittelt und beinhaltet einen Satz auf gebrochenem Deutsch, sowie eine Verlinkung zu einer Statusmeldung. Diese Statusmeldung stellt ein Video dar. Wie bereits bei allen vorherigen Versionen in den letzten Tagen besteht an dieser Stelle noch keine Gefahr, die Nachricht trägt weder einen Virus, noch würde ein Klick eine ungewollte Aktion auslösen.
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Der Link aus dieser privaten Nachricht führt auf einen Facebookaccount, der variieren kann. Der Account selbst ist ungefährlich, die Statusmeldung behauptet, dass in den Kommentaren ein Video vorhanden sei, in dem du zu sehen bist. Die Statusmeldung verweist (grafisch unterstützt mit einem Finger-Icon) auf einen Kommentar in der Kommentarzeilen.
Dieser Kommentar enthält einen Shortlink. Diese Methode ist mittlerweile gängig und auch clever, die Statusmeldung, die lediglich ein kleines Rädchen im Gesamtablauf ist, kann so durch Facebook nicht gelöscht werden. Sie enthält an dieser Stelle in ihrem Text nichts, was in irgendeiner Weise für die Meldefunktion greifen würde.
Was jedoch an dieser Stelle meldbar oder durch Facebook unterdrückbar wäre, ist der Kommentar mit dem Shortlink. Dadurch bleibt jedoch die Statusmeldung unberührt und existiert weiter, der Seitenbetreiber muss lediglich einen neuen Shortlink als Kommentar absetzen und alles bleibt, so wie es war. Hier wird Facebook gewaltig ausgetrickst!
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Der Link?

Der Link wiederum irritiert ebenso viele Nutzer, da er für Desktopnutzer keinerlei Gefahr bietet oder Sinn macht. PC  und Notebooknutzer landen am Ende bei einem Klick auf den Shortlink aus den Kommentaren schlichtweg auf einer harmlosen spanischen Webseite.
Gefährlich wird es für Mobilnutzer, denn diese Weiterleitung sortiert und unterscheidet zwischen Desktopnutzern (ab zu YouTube) und Mobilnutzern. Wer mit dem Smartphone (oder anderen mobile devices) unterwegs ist, landet auf einem vermeintlichen Facebook-Login. Vorsicht, das ist nicht Facebook! Es handelt sich dabei um eine Phishingfalle. Wer hier der Ansicht ist, eigene echte Daten eingeben zu müssen, spielt seine Zugangsdaten den Betrügern zu, die für diese YouTube-Methode verantwortlich sind. Diese haben dann einen Zugriff auf den Facebookaccount, welchen sie auch binnen weniger Minuten ausnutzen!
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Betroffen?

1. Du versendest unfreiwillig selbst diese Nachrichten? Informiere deine Freunde und bitte sie, nicht auf den von dir verschickten Link zu klicken.
2. Ändere dein Facebookpasswort. Das kannst du hier machen.
3. Überprüfe Apps, die Zugriff auf dein Facebook Konto haben.
Du findest diese Apps hier. Lösche alle Apps, die du nicht kennst, bzw. denen du nicht bewusst Zugriff auf dein Profil gestattet hast.
4. Scanne deinen PC und dein Handy auf Viren. Dafür gibt es viele kostenlose Tools.
5. Überprüfe deine Browsererweiterungen. Einige Add-Ons können auf die von dir aufgerufenen Webseiten zugreifen. Du findest deine installierten Add-Ons je nach Browser für Firefox hier oder für Google Chrome hier. Lösche Anwendungen, die du nicht kennst.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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