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Achtung Schadsoftware: Bundeskriminalamt warnt vor gefälschter Polizei-Mail

Kathrin Helmreich, 29. April 2020
Achtung Schadsoftware: Bundeskriminalamt warnt vor gefälschter Polizei-Mail
Achtung Schadsoftware: Bundeskriminalamt warnt vor gefälschter Polizei-Mail

Zurzeit kursiert eine Mail mit dem Betreff „Letzte Einladung der Polizei“. Darin werden die Empfänger aufgefordert, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen und die Anhänge zu öffnen.

Das Bundeskriminalamt warnt: Bei den Anhängen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Schadsoftware.

Die Meldestelle des Cybercrime Competence Centers (C4) des Bundeskriminalamtes (BK) verzeichnet seit 28. Aprils 2020 eine Welle an betrügerischen Mails. Darin werden die Adressaten aufgefordert, im Zusammenhang mit einer angeblichen laufenden Untersuchung, mit der Polizei in Kontakt zu treten und die im Mail übermittelten Anhänge zu überprüfen.

Nach derzeitigem Wissenstand wird versucht, mit der Mail Schadsoftware mit zu versenden- beziehungsweise versucht, Schadsoftware nachzuladen. Die diesbezüglichen Ermittlungen sind noch im Gange.

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Richtiges Verhalten

Bei der Nachricht handelt es sich um eine Totalfälschung. Das Bundeskriminalamt rät allen Empfängern dieser Schreiben, diese nicht zu beantworten und auf keinen Fall die Anhänge zu öffnen.

Weitere Tipps

  • E-Mail sofort löschen.
  • Falls der Anhang geöffnet wurde: Netzwerkverbindung trennen und das System auf Schadsoftware überprüfen und bei Bedarf einen IT Techniker zu Rate ziehen.
  • Falls bereits ein Schaden eingetreten ist: Anzeige in einer Polizeiinspektion erstatten.
  • Behörden verschicken niemals eine E-Mail, außer Sie geben im Vorhinein Ihre ausdrückliche Zustimmung.
  • Überlegen Sie, ob Sie von der betreffenden Stelle eine Nachricht erhalten sollten, wenn dies nicht der Fall ist, halten Sie Rücksprache mit den offiziellen Stellen.
  • Im Zweifel gilt immer, öffnen Sie keine Links oder Anhänge und prüfen Sie die E-Mail zuerst genau.
  • Schauen Sie sich genau die Absenderadresse an, diese stimmt mit keiner offiziellen E-Mail überein.
  • Achten Sie auf eine persönliche Anrede. Fehlt diese, kann man von einer Massensendung ausgehen.
  • Seien Sie misstrauisch: Bedenken Sie, dass E-Mails leicht mit Logos von Behörden nachgebaut werden können – sie sehen oft aus wie echt.

Passend zum Thema: Die Mail der „bekannten internationalen Gruppe von Hackern“

Quelle: Bundeskriminalamt Österreich
Artikelbild: Shutterstock / Von BestForBest


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