Die dritte Folge von Games of Thrones war die größte Cyberbedrohung der Staffel

Tom Wannenmacher, 22. Mai 2019
Cyberbedrohung: 3.000 Nutzer wurden täglich attackiert | Artikelbild: Shutterstock / on Katja El Sol Cemazar
Cyberbedrohung: 3.000 Nutzer wurden täglich attackiert | Artikelbild: Shutterstock / on Katja El Sol Cemazar

Wie unser Kooperationspartner berichtet war die dritte Episode von Games of Thrones jene, die am meisten Angriffe mit sich zog!

Aber der Reihe nach! In der Nacht von Sonntag auf Montag flimmerte die letzte Folge des Fantasy-Epos Game of Thrones über die Bildschirme – sehnlichst erwartet, viel diskutiert und ein Pulverfass hinsichtlich Online-Bedrohungen.

Einige Folgen erwiesen sich als cyber-risikoreicher als andere. Die dritte Episode war dabei diejenige, die am meisten Angriffe mit sich zog: 3.000 Nutzer wurden täglich attackiert, wie man an dieser Grafik erkennen kann:

GoT-bezogene Bedrohungen, die von Kaspersky Labs Produkten erkannt wurden
GoT-bezogene Bedrohungen, die von Kaspersky Labs Produkten erkannt wurden
Experten gehen davon aus, dass die Veröffentlichung der finalen Folge weitere Angriffe von Betrügern mit sich bringt, da Malware-Distributoren potenziellen Zuschauern nun Zugang zur gesamten Staffel bieten können.

Bei der Analyse schädlicher Aktivitäten in Hinsicht auf die gesamte achte Staffel haben Kaspersky-Experten festgestellt, dass im Durchschnitt täglich 300 bis 400 Nutzer von Malware attackiert wurden, die als eine Folge von Game of Thrones getarnt war. Diese Zahl stieg in den folgenden drei bis vier Tagen nach der Veröffentlichung jeder neuen Folge auf rund 1.200 an: eine drei- bis vierfache Zunahme der böswilligen Aktivitäten.

Ein weiterer Game-of-Thrones-bezogener Angriffsvektor sind Streaming-Websites, die Nutzer dazu einladen, sich die neu veröffentlichten Episoden der Serie kostenlos anzusehen, aber eigentlich dazu dienen, sensible Daten abzugreifen. Typischerweise wird eine Szene aus der TV-Show angezeigt und das Opfer auf eine Registrierungsseite weitergeleitet, auf der nach Bankdaten inklusive CVC/CVV-Code gefragt wird – unter dem Vorwand, dies geschehe rein zu Validierungszwecken. Die Forscher weisen zudem auf die Ähnlichkeiten zwischen diesem Schema und den jüngsten Betrügereien im Zusammenhang mit dem neuesten Avengers-Film hin:

„Wir sehen gemeinsame Taktiken, Techniken und Verfahren auf Phishing-Websites, mit deren Hilfe Betrüger versuchen, Nutzerdaten zu stehlen, indem sie den Zugriff auf einen raubkopierten Film vor seiner offiziellen Premiere in Aussicht stellen“, erklärt Tatyana Sidorina, Sicherheitsexpertin bei Kaspersky Lab.

„Wir glauben, dass es sich dabei um eine ganz spezielle Gruppe von Cyberkriminellen handelt, die mit Methode Fans von populären Filmen und Fernsehproduktionen ins Visier nehmen und die Schemata ihrer Kompromittierungsstrategien flexibel an solche Hypes anpassen.“

Kaspersky-Tipps für sicheres Online-Streaming

  • Augen auf im Internet! Eine Vielzahl der Dinge, die online zu finden sind, sind gefälscht, unzuverlässig oder schädlich.
  • Niemals wertvolle Informationen wie Kreditkartendetails auf Websites preisgeben, die verdächtig erscheinen.
  • Unterschiedliche Passwörter für verschiedene Online-Dienste verwenden. Sich unzählige, starke Passwörter zu merken, ist nicht ganz einfach, ein Passwort-Manager wie Kaspersky Password Manager kann dabei helfen.
  • Der Einsatz einer zuverlässigen Sicherheitslösung wie Kaspersky Security Cloud schützt vor Online-Betrug und Phishing.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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