In unserer globalen Gesellschaft wird es immer wichtiger, mehr als nur eine Sprache zu sprechen. Denn ob wir uns beruflich international etablieren möchten, oder einfach nur auf Sozial-Media-Plattformen mit Personen aus anderen Ländern und Kulturen kommunizieren möchten, mit Deutsch allein kommen wir nicht mehr weit. Auch wenn mehr als 130 Millionen Menschen Deutsch ihre Muttersprache nennen, gibt es darüber hinaus nur wenige, die sie beherrschen.

Aber mit einem Angebot von rund 120 isolierten Sprachen und mehr als 6500 Sprachen insgesamt ist es gar nicht so einfach, sich für eine Zweitsprache oder Drittsprache zu entscheiden.

Englisch ist nicht mehr alleiniger Herrscher

Auf den ersten Blick scheint die Antwort ganz klar: Englisch ist eine Sprache, die man einfach lernen muss. Denn zum einen ist Anzahl der Muttersprachler sehr hoch. Zum anderen lernen viele in der Schule Englisch. Um auf dem internationalen Parkett von Konzernen aller Art Fuß fassen zu können, scheint ein verhandlungssicheres Englisch also ein absolutes Muss.

Doch vor allem in der Geschäftswelt hat sich dies in den vergangenen Jahren geändert. Denn es wird nicht mehr nur nach Experten gesucht, die mit ausländischen Geschäftspartnern auf Englisch kommunizieren können. Es wird nach Sprachbegabten gesucht, die internationale Geschäftspartner in deren Muttersprache betreuen können. Und hier kommen die neuen, wachsenden Handelsmärkte ins Bild:

  • Russland
  • Indien
  • Mittelamerika

Auch wenn Englisch noch weit davon entfernt ist, als Hauptsprache der internationalen Finanzwelt abgelöst zu werden, rücken Sprachen wie Russisch, Hindi und Portugiesisch immer mehr in den Mittelpunkt.

Wie die Sprache am besten lernen?

Unabhängig davon, ob man sich für Englisch oder eine andere Sprache entscheidet, auch das WIE ist heute nicht so einfach zu beantworten. Früher führte der Weg in Abendkurse an der Fachhochschule. Wer ausreichend Zeit und Geld hat, der macht eine Sprachreise. Heute ist es viel leichter, eine neue Sprache zu lernen. Möchte man zum Beispiel Italienisch lernen, gibt es Online-Plattformen wie Babbel, die eine ideale Hilfestellung für das Erlernen der Sprache sind. Online-Vokabeltrainer, Grammatik-Kurse und Webseminare bilden die Grundlage für diesen Service. Wer sich hier bemüht, kann innerhalb kürzester Zeit eine neue Sprache erlernen.

Und dank Skype, Facebook und Co. ist es ein Kinderspiel, jemanden zu treffen, mit dem man die neu erlernte Sprache testen kann. Denn das Gespräch mit einem Muttersprachler ist eine bessere Lehrstunde als viele Kursbücher es bieten können.

Auch Arabisch wird immer relevanter

Wie schwierig es ist, eine neue Sprache zu lernen, hängt von vielen Faktoren ab. Englisch stammt aus der gleichen Sprachfamilie wie Deutsch. Das gilt auch für Italienisch. Viele Worte zeigen einen ähnlichen Wortstamm auf. Es ist leicht, diese aus der eigenen Sprache herzuleiten.

Was aber, wenn die Sprache grundlegend anders aufgebaut ist. Ein typisches Beispiel dafür ist Mandarin. Wer als Europäer die asiatische Sprache erlernen möchte, muss sich auf viel gefasst machen. Der wachsende chinesische Markt ist allerdings auch hier ein guter Grund, sich mit der Sprache vertraut zu machen.

Ähnlich verhält es sich mit Arabisch. Weltweit gibt es rund 195 Millionen Muttersprachler. Womit Arabisch die am fünft-häufigsten gesprochene Sprache der Welt ist. Der Nahe Osten öffnet zunehmend seine Türen für Ausländer. Möchte man vor Ort Fuß fassen, sind die benötigten Sprachkenntnisse ein guter Beginn.

Deutsche Sprache, alte Sprache

Aber bevor man in die Ferne schweift, um neue Sprachen zu lernen, lohnt sich ein Blick auf die Kenntnisse der eigenen Sprache. Mumpitz sagt man da schnell! Oder auch nicht – denn viele wissen nicht mehr, was vergessene Wörter wie Mumpitz überhaupt bedeuten. Die deutsche Sprache ist eine alte Sprache. Und auch Sprache befindet sich in einem ständigen Wandel. Neue Worte werden kreiert, alte Worte werden vergessen.

Ob man also eine neue Sprache lernt oder die eigene Sprache ganz neu entdeckt, viel zu lernen gibt es immer!