Freispruch: Biolehrer tötet Hundewelpen

Kathrin Helmreich, 29. März 2019
Freispruch für Robert Crosland. / Artikelbild: Gladskikh Tatiana - Shutterstock.com
Freispruch für Robert Crosland. / Artikelbild: Gladskikh Tatiana - Shutterstock.com

Im März 2018 hat ein Lehrer einen Welpen vor den Augen seiner Schüler an eine Schnappschildkröte verfüttert. Er wurde angeklagt und im Januar 2019 dann freigesprochen.

Vor beinahe einem Jahr hatten wir über den US-amerikanischen Biologie-Lehrer Robert Crosland berichtet.

Er hatte am 07. März 2018 während einer Zusatzstunde einen Hundewelpen an eine Schnappschildkröte verfüttert – die Schüler hatten dabei zugesehen. Nach Aussagen Croslands war der Welpe bereits sehr krank gewesen und hatte geringe Überlebenschancen.

Die Eltern der 12- bis 16-jährigen Schüler hatten den Lehrer in Schutz genommen – er sei kein schlechter Mensch. Tierschützer reichten jedoch zahlreiche Petitionen zu seiner Entlassung ein. Er wurde angezeigt und es drohten ihm bis zu sechs Monate Haft und eine Buße von bis zu 5000 Dollar.

Da Crosland keine Genehmigung für die Schildkröte hatte, wurde diese nach dem Vorfall eingeschläfert.

Crosland freigesprochen

Wie Blick.ch nun berichtet, hatte die Verhandlung im Januar 2019 stattgefunden. Eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens inklusive Video findet sich auf eastidahonews.com.

Crosland ist sich sicher, das Richtige getan zu haben:

„Ich dachte ehrlich, ich tue das Richtige, indem ich den Welpen von seinem Elend befreie. Deshalb ist das so schwer gewesen. Mir wurde immer beigebracht, die Tiere nicht leiden zu lassen.“

Die Geschworenen-Jury glaubt ihm und hatte ihn freigesprochen. Der Lehrer darf auch in Zukunft Biologie unterrichten.


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