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Frau verliert 30.000 EUR durch „Call ID Spoofing“

Tom Wannenmacher, 19. November 2020
Der unbekannte Tatverdächtige hatte während des Telefonates mit der Geschädigten knapp 30.000 EUR von ihrem Konto abgebucht.
Der unbekannte Tatverdächtige hatte während des Telefonates mit der Geschädigten knapp 30.000 EUR von ihrem Konto abgebucht.

Eine 62-jährige Deutsche ist am 17.11.20 Opfer eines Betruges geworden.

Die Geschädigte aus Koserow erhielt in den Mittagsstunden einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Es meldete sich Herr „Jens Meißner“ von der Sicherheitsabteilung der Sparkasse.

Mit äußerst seriösem Vokabular und fachkundigem Benehmen konnte er der 62-Jährigen glaubhaft versichern, dass er tatsächlich Mitarbeiter der Sparkasse ist von ihrem Konto diverse Abbuchungen vorgenommen wurden und fragte sie, ob sie ihre Kontokarte verloren habe.

Die Anzeigende überprüfte ihr Konto parallel auf ihrem Smartphone und gab zurück, dass es keine Abbuchungen gab. „Herr Meißner“ gab an, dass die Buchungen gerade erst veranlasst wurden und er sie zurückbuchen könne. Dazu bräuchte er TAN (Transaktionsnummern, Einmalkennwörter) von der Geschädigten. Die Frau holte ihren TAN-Generator und übermittelte drei TAN am Telefon.

Die Geschädigte stellte kurze Zeit später fest, dass ihr Konto gesperrt war und telefonierte mit der echten Sparkasse. Ihr wurde erklärt, dass dort kein Herr Meißner arbeitet und ihr wurde zur Anzeige geraten.

Der unbekannte Tatverdächtige hatte während des Telefonates mit der Geschädigten knapp 30.000 EUR von ihrem Konto abgebucht.

Bemerkenswert ist, dass auf dem Telefon-Display der Geschädigten tatsächlich die Nummer der Sparkasse Vorpommern-Greifswald angezeigt wurde. Dies trug erheblich dazu bei, dass die Frau dem Betrüger vertraute.

Möglich ist dies durch das sogenannte Call ID Spoofing. Die Betrüger täuschen dem Angerufenen eine Nummer vor, die Vertrauen erwecken soll und seine wahre Identität verschleiert.

Wir möchten Sie nochmals eindringlich bitten, am Telefon keine persönlichen oder Bankdaten herauszugeben. Banken, Sparkassen und Polizei werden von Ihnen niemals persönlich, telefonisch oder per E-Mail PIN oder TAN abfragen!

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg
Artikelbild: Shutterstock / Von Prostock-studio

 


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