Fluoridgehalt im Lidl-Wasser erhöht? Faktencheck!

Andre Wolf, 16. September 2020
Artikelbild: Produkt / Lidl
Artikelbild: Produkt / Lidl

Das Mineralwasser der Lidl-Eigenmarke Saskia ist auf Social Media in die Kritik gekommen. Grund: Die Angabe des Fluoridgehalts.

Auf einem Sharepic werden zwei verschiedene Etiketten des Lidl-Wassers der Eigenmarke Saskia nebeneinandergestellt. Das eine Etikett stammt aus dem März 2020, dass andere Etikett hingegen aus dem September 2020.

Dabei fällt ins Auge, dass auf dem neuen Etikett der Fluoridgehalt angegeben ist. Die Frage die sich nun häufig auf Social Media gestellt wird lautet, ob Lidl heimlich das Wasser der Eigenmarke mit Fluorid versetzt hat oder diesen Fluoridanteil erhöht hat.

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Das dazu gehörige Sharepic tauchte ursprünglich in den Messenger Telegram auf, wird mittlerweile aber auch auf Facebook und anderen Messengern verteilt.Es gibt auch verschiedene Versionen dieses Bildes.

Beispielsweise findet man eine Version, in der auf dem rechtsseitigen Etikett der Anteil des Fluorids durch eine rote Markierung hervorgehoben wurde. Diese Version geht noch deutlicher darauf ein, das Lidl angeblich auf einmal Fluorid in das Mineralwasser mischen würde.

Lidl Wasser verändert? Nein!
Lidl Wasser verändert? Nein!

Faktencheck Flourid im Lidl Wasser

Hat Lidl den Fluoridgehalt im Wasser der Eigenmarke verändert? Hierzu kann ein Faktencheck der dpa ausreichend Antwort bieten. Der Anteil wurde nicht verändert, so das Ergebnis des Faktenchecks. Man liest in diesem Faktencheck:

Das Mineralwasser der Lidl-Eigenmarke «Saskia» enthält seit jeher Fluorid. Der Gehalt habe sich nicht geändert, so das herstellende Unternehmen. Man weise diesen – im Zuge einer Änderung der Etiketten – seit kurzer Zeit freiwillig aus.

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Im Zuge dieses Faktenchecks wurde das produzierende Unternehmen von der dpa direkt angeschrieben. Eine Antwort gab es von dem Sprecher des Unternehmens der Schwarz Produktion GmbH & Co.KG schriftlich. Dort wurde ganz klar gesagt, dass es keinerlei Änderungen an der Zusammensetzung des Wassers gebe, es wird auch kein Fluorid im Nachhinein dem Wasser beigefügt. Es handele sich lediglich um eine freiwillige Angabe auf dem Etikett und im Zuge der Neugestaltung der Etiketten taucht diese Angabe nun auf.

Der gesamte Faktencheck der dpa findet sich HIER.

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