Warnung: Fingierte E-Mails der Post unterwegs!

Tom Wannenmacher, 2. Mai 2017

Im Moment bekommen unzählige Nutzer eine fingierte E-Mail. Angeblich handelt es sich um ein “Online-Einschreiben” der E-Filiale der Post!

Die E-Mails sehen so aus:

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Die E-Mail als Wortlaut:

Sehr geehrter Teilnehmer,

folgendes Online-Einschreiben wurde grade für hinterlegt, mit der Bitte um sofortigen Abruf:

Absender: Helmut Berger
Betreff: Ihr Bargeld / Auszahlung am 02.05.2017
Online Abruf: Hier klicken ( Verfällt am 03.05.2017 )
Prüfung: Erfolgreich, keine Viren

Sie können Ihre Nachricht unverbindlich hier einsehen. Bitte beachten Sie das Ablaufdatum.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Absender.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre E-Filliale der Post

Klickt man auf den “Online-Abruf”, dann fängt man sich zwar keinen Trojaner ein bzw. wird man auch nicht Opfer einer Phishing-Attacke, aber man wird auf folgende Webseite umgeleitet:

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Ein KLICK und ein gewisser Hans Berger beginnt zu erzählen. Er erzählt viel und lange. Er erzählt von dem schnellen Reichtum “einfacher” Personen, auf den Punkt kommt jedoch keiner der Personen im Video. Irgendwie fühlt es sich immer wieder so an, als ob sie ständig von vorne beginnen, an der spannendsten Stelle abbrechen und somit künstlich einen Spannungsbogen erstellen.

In diesem schier endlos wirkendem und völlig nichts aussagendem Video bekommen wir eine angeblich einfache Methode vorgestellt, die alle reich macht. Was letztendlich hinter dieser angeblich so einfachen Verdienstmethode steckt, ist jedoch ein gefährliches Spiel, bei dem man viel Geld verlieren kann.

Binäroptionen – Riskanter Handel!

Hinter all den tollen Versprechen und dem Namen “HBSwissSoftware” steckt das Spekulationsmodell der Binäroptionen. Hierbei handelt es sich um ein hoch riskantes Modell, welches teilweise auch außerbörslich angeboten wird. Definitiv kein Produkt für Anfänger! Hier per Spammails werben und einfach zu suggerieren, wie unbedarft Menschen wie Du und ich mittels Binäroptionen reich werden, ist schlichtweg Unfug. Man kann sich auch völlig sicher sein, dass die in der E-Mail genannten Sender diese Modelle bestimmt nicht über die Grenzen heraus gelobt haben. Darüber wurde gar nicht berichtet.

Wir raten ab, sich dort ein Konto zu erstellen und mit der „Strategie“ Geld anzulegen. Dafür sind die Hintergründe einfach zu undurchsichtig.

Um an dieser Stelle dass Rad nicht neu erfinden zu müssen, verweisen wir auf die Artikel

  • SwissMethods.com und Die deutsch Methode.com unter der Lupe – Wirklich eine Hilfe? [1]
  • MAX FISCHER UND DIE SWISS METHODE – BINÄRER MÜLL [2]

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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