Finanzministerium in Österreich warnt vor Internetbetrügern

Tom Wannenmacher, 7. März 2022
Artikelbild: Shutterstock / Von Melinda Nagy
Artikelbild: Shutterstock / Von Melinda Nagy

Betrüger versenden E-Mails mit dem Absender[email protected]

Mithilfe von gefälschten E-Mails mit dem angeblichen Absender „[email protected]“ versuchen Internetbetrüger derzeit vermehrt Zahlungen von Bürgerinnen und Bürgern für angebliche Zollgebühren zu erhalten. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) warnt vor gefälschten E-Mails, die an Bürgerinnen und Bürger versendet werden. Die betrügerischen E-Mails mit dem Betreff „General direktion Zoll“ beinhalten die Aufforderung, ein Paysafecard-Guthaben zu erwerben und den PIN-Code dieser Karte an eine E-Mail-Adresse zu verschicken. Das BMF warnt vor dieser Betrugsmasche.
Beispiel einer Phishing-Mail


Sehr geehrter Kunde,
Ihr am 06.03.2022 versendetes Paket wird bearbeitet. Damit wir Ihr Paket liefern können, werden dem Importeur die Mehrwertsteuerkosten in Rechnung gestellt
Gemäß den geltenden Zollbestimmungen ist jede Einfuhr aus einem Land außerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit einem Handelswert von mehr als 49.99 EURO unabhängig von der Art der Waren steuerpflichtig Artikel 134-I und II-1 ° des CGI: GESETZ Nr. 2012-1510 vom 03. Mai 2017 – Art. 68 (V) Die Validierung des Paysafecard-Guthabens für die Zahlung von Zollgebühren ist gültig.
Um die Zustellung Ihres Pakets für Ihre Heimatadresse zu ermöglichen, bitten wir Sie, Ihre nicht bezahlten Zollgebühren zu regulieren, indem Sie die folgenden Schritte ausführen, um die Zustellung Ihres Pakets abzuschließen:
1.Kaufen Sie eine Paysafecard-PIN online (75 EURO)
2.Senden Sie den PIN-Code (16 Ziffern) an die folgende Adresse:
[email protected]
3.Sie erhalten eine E-Mail mit Ihrem neuen Paketcode und dem Link zur korrekten Bestätigung Ihrer Postanschrift
Grüße,
ZOLL Kundenservice


Das BMF betont, dass es sich hierbei um einen Internet-Betrugsversuch handelt und die versendeten E-Mails Fälschungen darstellen.
Informationen des BMF, in diesem Fall des Zollamtes Österreich, erfolgen grundsätzlich in Form von Bescheiden und werden per Post zugestellt oder sind in der eZoll Anwendung abrufbar. Das BMF fordert Bürgerinnen und Bürger niemals zur Übermittlung von persönlichen Daten wie Passwörtern, Kreditkartendaten, PIN-Codes oder Kontoinformationen auf.
Daher gilt: Wenn Sie ein solches Phishing-Mail oder ein E-Mail mit ähnlichen Inhalten erhalten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Internet-Betrugsversuch.

  • Folgen Sie in keinem Fall den darin enthaltenen Anweisungen!
  • Klicken Sie keinesfalls auf darin enthaltene Links oder Dateien!
  • Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten, PIN-Codes oder Kontoinformationen bekannt!
  • Das BMF empfiehlt, solche E-Mails sofort zu löschen!

Weitere Informationen zu den Maschen der Betrüger, den Merkmalen von Betrugsversuchen und notwendigen Sicherheitsmaßnahmen finden Sie in unserem Folder „Vorsicht Betrug! Geben Sie Internetbetrügern keine Chance“. Der Folder steht auf der Webseite des BMF zum Download bereit und liegt in allen Dienststellen zur Entnahme auf.
Seitens des BMF wurden bereits Maßnahmen gegen diesen Betrugsversuch veranlasst.


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