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Fiese Falle auf Facebook: „Gehört die Seite dir – bist Arzt?“

Andre Wolf, 19. Juni 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von Anikei
Artikelbild: Shutterstock / Von Anikei

Über private Nachrichten werden Facebooknutzer in eine Datenfalle gelockt und verlieren dabei am Ende ihre Accounts!

Leider wird dieser Trick schön seit einigen Wochen angewendet und führt für die Betrüger zum gewünschten Erfolg: Wer aus Sorge um seine Fotos zu schnell tippt, verliert am Ende die eigenen Zugangsdaten an Betrüger!

Der Ablauf dieser Falle: Aus heiterem Himmel taucht eine private Nachricht im Messenger auf, die den Empfänger in Schrecken versetzt: Angeblich werden auf einer Seite mit dem Namen „Chirurgie“ unerlaubt Fotos des Empfängers verwendet:

Hallo. Wie geht s dir? Hoffe gut?!Kann es sein dass jemand deine Fotos benutzt??. Ich bekomme seit gestern viele Werbungsnachrichten von einer Seite namens “Chirurgie”. Auf der Seite unter Informationen steht deiner Name und Foto. Oder gehört die Seite dir:) bist Arzt?:))

[SCHÄDLICHER LINK]

Nach unten scrollen. Auf Informationen klicken. Dort kannst dich sehen. LG”

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Um das zu prüfen, liegt direkt ein Link in der Nachricht.

Dumm gelaufen

Nun geht es los: Wer sich selbst vergewissern will, ob die eigenen Fotos an anderer Stelle unerlaubt verwendet werden, wird in eine Phishingfalle gelockt. Diese Falle zeigt sich in Form eines vermeintlichen Facebook-Logins, der nach dem Berühren des Links auftaucht.

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Vorsicht, das hier ist nicht Facebook, sondern ein nachgebauter Login:

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Wer an dieser Stelle der Ansicht ist, sich nochmals einloggen zu müssen, um die Seite sehen zu können, ist den Betrügern voll auf den Leim gegangen. Die Daten, welche man hier eintippt, landen direkt bei den Betrügern und diese können sich damit nun selbst in den Facebook-Account einloggen und diesen übernehmen.

Was du dagegen tun kannst!

Möglichkeit 1: Der Test! Tippe frei erfundene Zugangsdaten in Formularfelder ein, die dir komisch vorkommen. Bei Phishingfallen kommt man damit häufig weiter.

Möglichkeit 2: Sicherheitssoftware! In unserem Analyseablauf hat unsere Sicherheitssoftware die schädliche Seite direkt beim Aufbau blockiert.

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Möglichkeit 3: Zwei Faktor Authentifizierung! Selbst wenn Betrüger in so einem Falle die Passwörter abgreifen können, sind sie dennoch im Regelfall nicht in der Lage, den Account zu übernehmen. Ihnen fehlt der zweite Faktor, in diesem Fall das Smartphone mit der Rufnummer des Accountinhabers.

Weiterführender Inhalt:

Schritt für Schritt: Zwei Faktor Authentifizierung auf Facebook:

https://www.facebook.com/mimikama.at/posts/2313701348663711


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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