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Feuerwehrmann starb an Herzinfarkt und nicht an einer Corona-Schutzimpfung!

Tom Wannenmacher, 15. Januar 2021

Angehörige erstatten Strafanzeige wegen Verleumdung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.

Aktuell werden wir von haufenweisen Mitteilungen überschüttet, dass Menschen nach der Corona Schutzimpfung sterben. Dabei scheuen sich Impfgegner auch nicht, Lügen anzuwenden. Einige dieser Geschichten sind sogar extrem pietätlos, so wie diese Geschichte zu dem Feuerwehrmann, der angebliche nach einer Corona-Impfung verstorben sei.

Wir haben bereits am 11.1.2021 hier darüber berichtet. Es handelte sich dabei um eine Meldung, dass ein 59 Jahre alter Feuerwehrmann während des Einsatzes einen Zusammenbruch erlitt und daraufhin verstorben ist. Es wurde behauptet, der Mann sei kurz zuvor geimpft worden und aufgrund der Corona Schutzimpfung verstorben.

Dies gehe angeblich unter anderem aus einem „Audio-Video“ hervor. Eine nicht bekannte Frau sagt in diesem: „Es ist jetzt so, dass sie das unter dem Tisch kehren wollen und nicht sagen wollen, dass er geimpft worden ist.“

Verschiedene Gruppierungen auf Social Media, sowie auch mindestens eine Querdenken Gruppe, haben diese Nachricht verbreitet. Es gibt ebenfalls ein Video, welches diese Aussagen transportiert. So schlimm wie es ist, diese Aussagen basieren auf einer wahren Begebenheit.

Dieses Video, sowie auch die Postings, zeigen in den meisten Fällen ein Bild eines Rettungseinsatzes. Dieses trägt häufig den Untertitel „Unfall auf schneebedeckter Straße – Feuerwehrmann (59) bricht bei Einsatz zusammen: tot“

Ja, tatsächlich ist ein 59-jähriger Feuerwehrmann verstorben. Hierzu wird nun die Geschichte einer vorangegangenen Impfung verbreitet. Das Schicksal der Familie wurde  dabei völlig außer Acht gelassen, stattdessen wird die Geschichte massiv auf Social Media verteilt.

„Die Familie des am 06. Januar bei einem Einsatz unter tragischen Umständen verstorbenen Peter Riedl, kommt seit Tagen nicht zur Ruhe. Im Internet verbreiten die sogenannten „QuErDeNkEr“ die haarsträubende Geschichte, dass der Zusammenbruch des langjährigen Einsatzleiters im Zusammenhang mit einer vorherigen Coronaschutzimpfung stünde. Alles daran ist erfunden, erstunken und erlogen. Peter Riedl starb an einer Embolie.“ (Quelle: wasserburg.altlandkreismemes)

Die DPA berichtet nun am 14.1.2021 noch zusätzlich, dass auf  Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) die Polizei mitteilte dass eine Obduktion am 8. Januar ergeben habe, „dass der Todeseintritt eindeutig auf eine innere Ursache, nämlich einen Herzinfarkt bei bestehender Herzvorerkrankung, zurückzuführen ist“. Ein Zusammenhang mit der Impfung sei geprüft worden «und im Ergebnis rechtsmedizinisch eindeutig ausgeschlossen. Es liegt ein natürlicher Tod vor», erklärte die Polizei.

Zudem haben die Angehörigen  wegen der verbreiteten Sprachnachricht Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet – wegen Verleumdung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.

Quelle:


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