Falscher Polizeibeamter ergaunert Bargeld – Warnung vor weitern Anrufern!

Janine Moorees, 2. Oktober 2017

Coburg – Eine größere Menge Bargeld ergaunerte Freitagnacht ein bislang Unbekannter, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgab. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt und warnt vor dieser mittlerweile weitverbreiteten Betrugsmasche.

Am Freitagmittag meldete sich der Gauner telefonisch bei einem Rentner und gab sich als ein Herr Stern von der Polizei aus. In dem Gespräch sprach er von der Festnahme einer Bande und ausgespähter Kontodaten des Rentners. Nach einem weiteren fingierten Anruf eines Herrn Brand von der Staatsanwaltschaft Coburg hob der Rentner dann einen größeren Geldbetrag von seiner Bank ab. Die Art der Gesprächsführung und die Angaben der Betrüger waren für den Rentner wohl so plausibel, dass er tatsächlich von einem Anruf der Polizei ausging. Gegen 23 Uhr übergab er dann nach weiteren Telefonaten vor seinem Wohnhaus in der Seidmannsdorfer Straße das Bargeld an einen Mann. Erst am Samstag fiel der Schwindel auf und die richtige Polizei wurde eingeschaltet.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • 175 Zentimeter groß und von kräftiger Statur
  • sprach hochdeutsch
  • dunkel gekleidet

Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu dem Abholer unter der Tel.-Nr. 09561/645-0.



Mit dieser fiesen Betrugsmasche versuchen Unbekannte derzeit in ganz Oberfranken immer wieder Menschen zu täuschen und um ihr Erspartes zu bringen.

Die Oberfränkische Polizei warnt deshalb erneut und rät:

  • Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen, die ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen.
  • Geben Sie keine Auskunft hierüber und beenden Sie umgehend das Gespräch.
  • Echte Polizeibeamte werden Sie niemals zu einer Geldübergabe auffordern!
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Rufen sie im Zweifelsfall selbst bei ihrer Polizeidienststelle an und lassen sie sich von dort den Einsatz bestätigen.
  • Wählen Sie in dringenden Fällen den Notruf 110!

Quelle: Polizei Bayern


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