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Falsche Rechnungen – echte Trojaner!

Andre Wolf, 3. Mai 2019
Warnung!
Warnung!

Gefährliche E-Mails geben sich als offene Rechnungen aus!

Emotet wütet weiter! Emotet existiert seit 2014 und taucht seitdem in immer wieder in neuen Versionen auf. Schafft der Trojaner es, sich auf dem System eines Nutzers zu installieren, werden von dessen Account aus Spam- und Phishing-Mails an alle Kontakte des Nutzers verschickt.

Diese Mails geben sich als offene Rechnungen aus und setzen die Empfänger unter Druck, eine Datei zu öffnen. Bei der angeblichen Rechnungsübersicht handelt sich sich jedoch um einen Trojaner.

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Besonders fies: Der Name des Empfängers wird in der Mail an zentraler Stelle genannt. Dadurch wirkt die Mail „echt“. Das verstärkt den Druck auf den Empfänger der Mail.

Wir warnen vor dieser Mail!

Der Anhang ist ein Trojaner! Wir raten, die Mail zu ignorieren und zu löschen. Es handelt sich bei dem Trojaner um die gefährliche Schadsoftware Emotet (wir haben berichtet). Unsere Schutzsoftware hat Emotet direkt erkannt und einen Zugriff verhindert.

Screenshot Mimikama / Kaspersky
Screenshot Mimikama / Kaspersky

Wie kannst Du die Mails vorab als Fake erkennen?

Meist gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass der Inhalt der E-Mails erfunden und nicht vertrauenswürdig ist:

  • Oft gibt es keinerlei Begründung für die Zusendung einer Rechnung. Der Inhalt kann also nur frei erfunden sein.
  • Die Absende-E-Mail-Adresse stimmt nicht mit dem angegebenen Absende-Namen überein.
  • Die E-Mails enthalten keine vollständige Signatur.
  • Die Links in den Nachrichten führen auf andere Websites als die ursprünglichen Links vermuten lassen.
  • Es ist ungewöhnlich, dass Rechnungen über Links zum Download anstatt direkt per Mail verschickt werden.

Wie kannst Du Dich schützen?

Damit Du die Schadsoftware nicht auf Deinem System installierst, beachte folgende Tipps:

  • Halte Dein System und installierte Programme auf dem aktuellen Stand – und führe regelmäßig alle empfohlenen Updates durch. Dadurch werden bekannte Sicherheitslücken geschlossen, und Du bist besser vor Schadsoftware geschützt, da diese beim Installationsversuch oft schon vorab erkannt wird.
  • Bist Du Dir nicht sicher, ob eine Rechnung berechtigterweise verschickt wurde, nimm mit dem echten Kundenservice der in den Mails genannten Unternehmen Kontakt auf und frage nach, ob die E-Mail vertrauenswürdig ist.
  • Nutze aktuelle Browser. So erhältst Du häufig schon beim Aufruf betrügerischer Websites eine Warnmeldung.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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