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Achtung vor falschen Anrufen von „Interpol“ und „Europol“!

Beenden Sie sofort solche Gespräche, folgen Sie keiner Aufforderung u.a. eine Taste zu drücken, geben Sie keine Daten heraus – diese stark kursierenden Anrufe von „Interpol“ und „Europol“ stammen von Kriminellen!

Ralf Nowotny, 23. August 2022

Ein bundesweites Phänomen greift auch im hiesigen Landkreis Diepholz um sich. Betrüger melden sich am Telefon und geben sich als Mitarbeiter von Europol oder Interpol aus. Ziel dieser Anrufe ist das Entlocken von sensiblen Daten. Dies sind u.a. Kontonummern und Geburtsdaten. Die Gesprächsführung erfolgt meist in englischer Sprache.

Der Ablauf eines solchen Anrufs

Über eine Bandansage wird man aufgefordert, eine bestimmte Tastenkombination zu drücken. In der Weiterleitung landet der oder die Angerufene schließlich bei einem Betrüger. Dieser gibt sich als Police-Officer oder als Mitarbeiter von Interpol oder Europol aus. In einem Gespräch mit dem Betrüger werden weitere persönliche Daten erfasst oder mit bereits vorhandenen Daten abgeglichen. Die erlangten Daten finden dann bei der Verwirklichung von Straftaten Anwendung.

Oft wird vonseiten der Betrüger eingeworfen, dass auch das betroffene Konto des Opfers in einem groß angelegten Betrugsverfahren involviert ist. Wird das Opfer misstrauisch, scheuen sich die Betrüger nicht davor, Druck aufzubauen. So werde z.B. behauptet, dass das Opfer zur Mitarbeit verpflichtet sei. Bei einer Weigerung wird mitunter auch eine Haftstrafe angedroht.

Wie die Tätergruppen überhaupt an die Informationen bzw. an die Daten der Angerufenen herankommen, ist dabei rein spekulativ. Dies kann sowohl über das rein zufällige Anwählen von Rufnummern als auch durch legale wie illegale (Datenleck im Internet) Datensammlungen erfolgen. Wichtig zu wissen ist, dass sich die Opfer in allen Altersgruppen befinden. Jeder kann Opfer einer derartigen Betrugsmasche werden.

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Der Rat Ihrer Polizei:

  • Beenden Sie sofort solche Gespräche. Indizien für derartige Betrugsversuche sind die englische Gesprächsführung oder Bandansagen.
  • Folgen Sie keiner Aufforderung u.a. eine Taste zu drücken bzw. etwas zu bestätigten.
  • Geben Sie keine Daten heraus, auch nicht auf Nachfrage. In der Regel wissen Sie nicht, mit wem Sie tatsächlich telefonieren.
  • Seien Sie misstrauisch.
  • Veranlassen Sie keine Überweisungen.
  • Kaufen Sie keine Bitcoins oder Google Play Cards für Dritte.
  • Rufen Sie niemals bei unbekannten Telefonnummern zurück.
  • Sollten Sie dennoch auf die Betrugsmasche hereingefallen sein, so erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizei.

Quelle: PP/Polizeiinspektion Diepholz

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