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Falsche Amazon-Mail: „Ihr Kundenkonto wurde eingeschränkt!“

Ralf Nowotny, 10. Juli 2019
Seit wann verlangt Amazon Bearbeitungsgebühren?
Seit wann verlangt Amazon Bearbeitungsgebühren?

Eine angebliche Mail von Amazon behauptet, dass das Konto eingeschränkt sei und man sich erst verifizieren müsse.

Um diese Mail handelt es sich:

Screenshot: mimikama.at

Im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau XXXX YYYY,

Wir haben zugunsten Ihrer Sicherheit unser Sicherheitssystem verbessert.

Unser System führt stichprobenartig diverse Überprüfungen durch. Werden auffällige Aktivitäten beobachtet, greift es durch und schränkt die jeweiligen Nutzerkonten temporär ein. Dieser Fall ist bei Ihnen nicht zu verzeichnen, allerdings haben wir alle Konten durch das Update der Firmensoftware eingeschränkt.

Aktuell ist es Ihnen nicht mehr möglich Zahlungen zu tätigen oder zu empfangen. Ihr eventuell vorhandenes Guthaben wurde zu Ihrer Sicherheit eingefroren.

Für die Aufhebung der Einschränkung ist die Bestätigung Ihrer persönlichen Daten erforderlich. Nach Abschluss der Bestätigung können Sie Ihr Nutzerkonto wieder wie gewohnt nutzen.

Bitte starten Sie die Bestätigung über die unten angegebene URL (über den Sicherheitsserver) und geben Sie alle erforderlichen Daten vollständig ein.

Wenn wir nun den Link anklicken, werden wir von Kaspersky sofort vor dieser Phishing-Falle gewarnt. Ohne Sicherheitssoftware kommt man auf eine gefälschte Login-Seite! Dort wird man nicht nur nach Namen und Passwort, sondern auch nach vielen anderen Daten, auch den Kreditkartendaten gefragt.

Screenshot: mimikama.at, Achtet auf die URL!

Auf die URL achten!

Die URL, so nennt man die Adresse einer Seite, die wir im Bild markiert haben, gehört nicht zu Amazon! Sie wurde erst vor wenigen Tagen erstellt, um ahnungslose Nutzer auf die Seite zu locken, der Ersteller der Seite hat sich anonymisiert:

Screenshot: mimikama.at

Fazit

Es handelt sich dabei um eine Phishing-Mail, mit dem Betrüger an die Login-Daten der Nutzer kommen wollen. Zusammen mit diesen Daten, der Adresse und den Kreditkartendaten können die Betrüger sehr viel Unsinn anrichten, beispielsweise Konten eröffnen, auf Kosten der Nutzer auf Amazon einkaufen oder die Kreditkartendaten verkaufen.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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