Böse Falle mit Unfallfoto!

Andre Wolf, 21. Juni 2019
Böse Falle!
Böse Falle!

Mit einem miesen Trick haben Betrüger Facebooknutzer in eine Datenfalle gelockt. Mimikama beschreibt den Fall!

Es mutet an wie ein Posting von vielen: Auf ein Foto sieht man einen Rettungseinsatz. mehrere Feuerwehrleute sind im Einsatz, bzw. bereiten sich auf diesen Einsatz vor. Zu diesem Foto gab es folgende Beschreibung:

Warnung

Ein Drama kam mit vielen Verletzten und opfern. Mehrere Opfer wurden bereits identifizert, aber die Polizei sucht immer noch nach den Familien einiger opfer. bitte überprüfen sie ob ssie Familie haben. Hier sind die Fotos der Opfer (sic!)
[LINK]

Optisch trat dieses Posting in folgender Weise auf:

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Was zunächst wie ein normales Nutzerposting aussieht, hat es wirklich in sich!

Phishingfalle

Der Link zu den Fotos der Unfallopfer ist nichts anderes als ein Verweis auf eine Phishingwebseite. Dort öffnet sich nicht wie beschrieben ein Hilfeaufruf der Polizei, sondern ein Login, welcher der Anmeldung von Facebook nachempfunden ist.

Diese Seite ist auf den ersten Blick kaum von dem echten Facebook-Login zu unterscheiden, speziell am Smartphone gilt hier besondere Vorsicht!

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Wer hier die eigenen Daten angibt, verliert seinen Facebookaccount an Betrüger.

Anmerkung

Das Posting selbst dürfte bereits von einem übernommenen Profil aus veröffentlicht worden sein. Dafür sprechen Schreibstil und eine kurze Analse des bestehenden Profilss, welches bis dato eher unauffällig war.

Mittlerweile ist dieses Posting gelöscht, wir bitten jedoch um Vorsicht! Sollten dieses oder ähnliche Postings auftauchen, bitte nicht der Bildbeschreibung folgen.

Wie du dich schützen kannst

Möglichkeit 1: Der Test! Tippe frei erfundene Zugangsdaten in Formularfelder ein, die dir komisch vorkommen. Bei Phishingfallen kommt man damit häufig weiter.

Möglichkeit 2: Sicherheitssoftware! In vielen Fällen hilft eine Schutzsoftware, die einen Phishingbetrug erkennt und daraufhin den Aufbau der betrügerischen Webseite verhindert.

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Möglichkeit 3: Zwei Faktor Authentifizierung! Selbst wenn Betrüger in so einem Falle die Passwörter abgreifen können, sind sie dennoch im Regelfall nicht in der Lage, den Account zu übernehmen. Ihnen fehlt der zweite Faktor, in diesem Fall das Smartphone mit der Rufnummer des Accountinhabers.

Weiterführender Inhalt:

Schritt für Schritt: Zwei Faktor Authentifizierung auf Facebook:

https://www.facebook.com/mimikama.at/posts/2313701348663711


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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