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Faktencheck: Verpackungslüge bei Tassennudeln

Claudia Spiess, 27. Dezember 2019
Faktencheck: Verpackungslüge bei Tassennudeln
Faktencheck: Verpackungslüge bei Tassennudeln

Das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie ist nicht gerade groß. Doch sind die Erkenntnisse in diesem Video wirklich so „schockierend“?

Faktencheck: Verpackungslüge bei Tassennudeln. Dass Verbraucher vielen Lebensmitteln nicht trauen, ist verständlich. So manche Seite berichtet oft alarmistisch über Gifte in der Nahrung. Ein Video soll nun demonstrieren, wie mit einfachen Methoden festgestellt werden kann, dass Lebensmittel manipuliert wurden.

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Zeigen diese einfachen Methoden wirklich das, was behauptet wird?

In dem Video wird ein Becher mit Trockennudeln von oben gezeigt, in den man nur noch heißes Wasser einfüllen muss. Es entsteht der Eindruck eines vollen Bechers. Beim Aufreißen sieht man jedoch, dass unter den Nudeln noch Platz ist.

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Handelt es sich dabei wirklich um eine Verpackungslüge?

Die Antwort gibt das „Cup Noodles Museum“ in Osaka, Japan. Es handelt nicht etwa um eine mutwillige Täuschung der Verbraucher, sondern um ein spezielles Verpackungsverfahren, das „Middle Suspension“ heißt. Es sorgt dafür, dass die Nudeln während des Transport weniger bruchempfindlich sind. Zudem dringt das heiße Wasser, das man in den Becher schüttet, dadurch auch unter die Nudeln. So weichen sie sehr viel besser auf.

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Die Behauptung ist falsch. Es handelt sich nicht um eine Verpackungslüge, sondern um ein spezielles Verpackungsverfahren, das auch offiziell in einem Museum erklärt wird.

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Artikelbild: Shutterstock / Von Hitra


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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