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Fake-Trachtenshops werben auf Facebook & Instagram

Kathrin Helmreich, 17. Juni 2020
Fake-Trachtenshops werben auf Facebook & Instagram
Fake-Trachtenshops werben auf Facebook & Instagram

Auf Facebook und Instagram sind wir umgeben von Werbung, jedoch ist nicht jede Werbeschaltung seriös.

Aktuell werben die Fake-Trachtenshops marjo-trachten. com, statuskelidmode. de und linennew. com intensiv mit Facebook-Anzeigen. Wer dort bestellt hat, wird trotz Bezahlung keine oder nur minderwertige Ware bekommen!

Ein Trachtenkleid oder eine neue Lederhose ist in der Regel kein Schnäppchen. Umso größer ist die Freude, wenn Sie auf Facebook über Vergünstigungen sehr hochwertiger Marken informiert werden.

Doch Vorsicht: Kriminelle werben aktuell sehr intensiv mit gefälschten Trachtenshops auf Facebook und Instagram. Oftmals wird sogar der echte Shop eins zu eins kopiert. Achten Sie also sehr genau darauf, ob Sie auf der echten Seite sind!

Woran erkenne ich einen betrügerischen Online-Shop?

  • Günstige Preise
  • Fehlendes Impressum
  • Fehlende Angaben zum Verkäufer
  • Rechtschreibfehler
  • Wechsel zwischen unterschiedlichen Sprachen
  • Währungsauswahl
  • Unplausible Webadresse

Wir empfehlen bei jeder Bestellung in einem unbekannten Online-Shop, auf die genannten Merkmale zu achten. Trifft etwas davon zu, ist der Shop höchstwahrscheinlich betrügerisch. Sie können auch nach Erfahrungen zum Shop im Internet suchen. Oftmals finden Sie bereits Warnungen.

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Bedenken Sie auch, dass betrügerische Shops oftmals auch Impressumsdaten stehlen oder erfinden! Die Fake-Shops marjo-trachten.com, statuskelidmode.de und linennew.com können aufgrund mehrerer Merkmale entlarvt werden.

Kann ich Werbeschaltungen auf Facebook vertrauen?

Werbung auf Facebook und Instagram ist nicht immer seriös. In letzter Zeit werden vermehrt Fake-Shops beworben, so auch marjo-trachten.com, statuskelidmode.de und linennew.com. Es ist jedoch nicht unmöglich, betrügerische Werbeschaltungen als solche zu entlarven. Sie können sich zum Beispiel das Profil genauer ansehen:

  • Auf Facebook sehen Sie im Punkt „Seitentransparenz“, wann die Seite erstellt wurde. Gefälschte Unternehmensseiten sind meist recht neu.
  • Fake-Seiten haben nur sehr wenige Likes und Follower.
  • Oftmals warnen andere NutzerInnen bereits in den Kommentaren vorm Shop.
  • Haben Sie den Betrug erkannt, melden Sie die Seite an Facebook oder Instagram.

    Ich habe bestellt! – Was kann ich tun?

    • Sie haben zwar ein gesetzliches Rücktrittsrecht, allerdings ist dieses bei betrügerischen Unternehmen kaum durchsetzbar.
    • Sie können versuchen, den Fake-Shop zu kontaktieren und eine Rückerstattung einfordern. In der Regel ist dieser jedoch nicht erreichbar oder hält Sie mit standardisierten Antworten hin.
    • Mit Kreditkarte bezahlt? Setzen Sie sich mit dem Zahlungsdienstleister in Verbindung und erklären, dass Sie Opfer eines betrügerischen Online-Shops wurden. Sie haben zwar keinen Rechtsanspruch auf eine Rückerstattung des Betrags, können jedoch eine Kulanzlösung anstreben.
    • Wurde via PayPal bezahlt, können Sie über den PayPal Käuferschutz versuchen, das Geld zurückzubekommen.
    • Achten Sie auf ungerechtfertigte Abbuchungen. Gemäß § 67 ZaDiG 2018 sind Ihnen Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, von Ihrem Zahlungsdienstleister zurückzuerstatten!
    • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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Quelle: Watchlist Internet


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