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Achtung vor betrügerische E-Mails in Firmen

Die Kriminalbeamten der Wetterau erhielten kürzlich wieder Hinweise auf betrügerische E-Mails, die in mittelhessischen Firmen Angestellte dazu verleiten sollten, auf angebliche Anweisung des Vorgesetzten Geld zu überweisen.

Tom Wannenmacher, 16. Juni 2022

Diese Betrugsmasche wird „CEO-fraud“ genannt und ist bereits seit Jahren bekannt. Aufgrund der aktuellen Hinweise warnt die Polizei erneut vor dieser Masche mit den „falschen Vorgesetzten“.

Die Betrüger geben sich als Vorgesetzte oder Geschäftsführer aus und melden sich meist per E-Mail bei den Angestellten. Diese müssen schon genau hinschauen, denn die Betrüger haben die Namen der Vorgesetzten mit entsprechenden Mailadressen und Firmensignaturen kopiert. Bei vielen Firmen sind die Daten der CEOs im Internet veröffentlicht und Mailadressen folgen oft einer einfachen Zusammensetzung aus dem Namen des Mitarbeiters und dem Namen der Firma.

In den E-Mails werden die Angestellten angewiesen, größere Geldsummen auf fremde Konten zu überweisen. Wer hierbei den nachgemachten Absenderadressen und Signaturen auf den Leim geht und sich vorab nicht anderweitig rückversichert, kann eine Firma in ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Um solche Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen, sind folgende Tipps hilfreich:

  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf diese und andere Betrugsmaschen. Aufklärung ist der beste Weg, um es Betrügern schwer zu machen.
  • Achten Sie darauf, welche Informationen Sie zur Firma veröffentlichen. Denken Sie dabei auch an firmenbezogene Informationen auf den privaten Accounts Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sozialen Medien oder auf Berufsportalen, wie beispielsweise die Angabe der Arbeitsstelle mit Nennung der beruflichen Mailadresse.
  • Führen Sie geregelte Kontrollmechanismen ein. Sollten Sie Opfer eines Betrugs geworden sein, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Nur so können aktuelle Maschen erkannt werden und entsprechende Warnungen erfolgen.

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Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen – Pressestelle Marburg-Biedenkopf


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