Auf Facebook macht soeben ein Statusbeitrag die Runde, in dem es heißt, dass man auf Facebook keine Kinderfotos mehr hochladen darf. Doch stimmt das?

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Wir haben uns einige dieser Statusbeiträge angesehen. Nein, es stimmt in diesem Sinne nicht, dass auf Facebook keine Kinderfotos mehr hochgeladen werden dürfen. Es handelt sich dabei meist um Statusbeiträge in Facebook-Gruppen, in welchen die Admins dies als Gruppenregel aufgestellt haben. Diese Admins möchten es einfach nicht, dass man Fotos von Kindern in der jeweiligen Facebook-Gruppe veröffentlicht.

Keine Verbot, aber….

Auch wenn es kein Verbot in diesem Sinne gibt, sollte man Kinderfotos im Netz, egal wo, nicht veröffentlichen. Täglich überschwemmen aber immer noch Millionen Kinderfotos das Internet, mit Vorliebe die sozialen Netzwerke. Es gibt viele Momente im Leben eines Kindes, welche von Erwachsenen mit Fotos festgehalten werden. Unser kleiner Sonnenschein am See, Anna beim Kindergeburtstag oder der kleine Max an seinem ersten Schultag. Ein Großteil der Eltern posten bzw. veröffentlichen in sozialen Netzwerken wie Facebook diverse Fotos aus jeder Lebenslage ihres Kindes.

Risiken und Tipps!

In diesem Bericht zeigen wir Risiken auf und geben wertvolle Tipps für Erwachsenen, die es noch immer nicht lassen können, Bilder von Kindern ins Netz zu stellen.

Durch das posten der Fotos ist ein Missbrauch möglich

Im Internet geistern pädophil veranlagte Menschen umher und bedienen sich dieser Fotos und im schlimmsten Falle werden diese kopiert und auf einschlägigen Seiten im Netz abermals veröffentlicht. Pädophile suchen meist gezielt nach Kinderfotos und bieten sie anderweitig zum Tausch und Verkauf an.

Nicht nur EURE FREUNDE auf Facebook können öffentliche Bilder sehen, sondern auch PÄDOPHILE und DUBIOSE GESTALTEN, die dann diese FOTOS einfach KOPIEREN und auf anderen SEITEN ERNEUT HOCHLADEN. Das ganze geschieht OHNE EINWILLIGUNG VON EUCH!

Möchten Sie, dass ihr Kind auf solchen Seiten zu sehen ist oder sein Foto in die Hände von pädophil veranlagten Menschen kommt?

Cybermobbing oder Kinderpornografie

Fremde können, und dies ist kein Einzelfall, Cybermobbing oder Kinderpornografie im Netz betreiben und dabei bedienen sie sich nicht nur aus illegalen Quellen, sondern sammeln auch Fotos aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder WhatsApp!

Der Kinderschutz liegt allein in den Händen der Erziehungsberechtigten!

Habt Ihr EURE KINDER eigentlich gefragt, ob sie das überhaupt wollen? Eltern haben die Pflicht, ihren Kindern den sorgsamen Umgang mit dem Internet und den persönlichen Daten im Internet beizubringen. Aber wie soll das funktionieren, wenn die Eltern selbst bereits das Leben des eigenen Kindes, in Form von Bildern und Statusbeiträgen, vorher lückenlos online gestellt haben?

Früher im Wohnzimmer! Heute auf Facebook!

Was früher noch im Wohnzimmer mittels eines selbst erstellten Fotoalbums in gemütlicher Atmosphäre statt fand, findet heute im großen Stil im Internet statt. Sei es auf Facebook, via WhatsApp oder Instagram. Innerhalb weniger Sekunden hat man ein virtuelles Fotoalbum erstellt und kann dieses sofort mit Freunden teilen. Viele Eltern jedoch vergessen, dass solche Fotoalbum meist auch der “Öffentlichkeit” zur Verfügung stehen. Sprich, auch FREMDE haben Einblick in diese Alben.

“Das ist doch nicht schlimm” – bekommen wir immer wieder zu hören!

Fragt doch mal eure Kinder, wenn sie ein paar Jahre älter sind und die Fotos von ihren Schulkameraden mit einem verächtlichen Lachen auf die eigene Pinnwand gepostet bekommen. Von noch schlimmeren Möglichkeiten als dem schon heute immer häufiger vorkommenden Cybermobbing mal ganz abgesehen…

Liegt es wirklich noch im Interesse des Kindes, hunderte potentielle Peinlichkeiten und Angriffspunkte zu schaffen?

Wer jetzt argumentiert, dass man Fotos schließlich auch wieder von Internetseiten löschen könne, vergisst, dass das Internet nicht vergisst.

Schlimmer noch: Dritte, die die Fotos betrachten können, haben regelmäßig auch die Möglichkeit, sich diese Fotos auf ihren Rechnern zu speichern.

Dass dies dann wieder zu einer bewussten oder versehentlichen Weiterveröffentlichung auf nicht absehbare Zeit führen kann, der man teils auch rechtlich nur begrenzt und sehr aufwändig entgegentreten kann, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung. Ihr alle seid stolz auf eure Kinder und wollt nur das Beste für sie.  Dazu gehört selbstverständlich auch die Wahrung der Persönlichkeitsrechte eurer Kinder.

Wie wollt ihr euren Kindern den immer wichtigeren sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Internet beibringen, wenn das Leben des Kindes schon vorher lückenlos online steht?

Das nackt am Strand spielende Kind von heute muss sich schon morgen gegen andere behaupten.

Noch mehr als in eigenen Belangen muss daher gelten: Erst denken, dann posten. Oder nicht?!?

Unser Apell!

Veröffentlicht keine Kinderbilder im INTERNET. Zeigt die Fotos lieber so wie früher in Fotoalben udgl. Und wenn es gar nicht anders geht, dann achtet zumindest auf die richtige PRIVATSPHÄREEINSTELLUNG auf Facebook und postet die BILDER NICHT ÖFFENTLICH, sondern wenn dann nur “FÜR FREUNDE” oder noch besser indem Ihr nur einzelne PERSONEN markiert (Benutzerdefinierte Einstellung).

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Alleine diese Einstellung grenzt die Gefahr eines Missbrauchs deutlich ein.

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