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Laut diverser Medienberichte wurde eine 36-Jährige Frau aus Luxemburg in einer Facebook-Gruppe erpresst.

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Nachdem die Frau einer Facebook-Gruppe beigetreten war, um neue Leute kennenzulernen, wurde sie von einem Mann angeschrieben, der wiederum nach einigen Chats die Frau um ein Foto bat. Zuerst fragte er nur nach einem Profilfoto, später jedoch nach einem freizügigeren Foto, welches die Frau schlussendlich verschickte.

Mann forderte Geld!

Nachdem der Mann die Fotos hatte, forderte er die Frau auf, Geld auf eine portugiesische Prepaidkarte zu überweisen, da er ansonsten die Fotos veröffentlichen würde. Aus Angst kam die Frau der Aufforderung nach und bezahlte das Geld. Da sich nach dem ersten Chat eine weitere Person meldete, die die Frau erneut erpressen wollte, ging diese schlussendlich zur Polizei.

Nicht das erste Mal!

Es handelt sich dabei um ein Phänomen, über das wir schon einmal im Jahre 2015  berichtet haben, damals noch mit männlichen Opfern.

Es handelt sich hier in der Regel um organisierte Banden, die zumeist aus dem Ausland agieren. Zuerst werden Fake-Profile auf Facebook erstellt, welche mit freizügigen Bildern und falschen Informationen gefüttert werden. Innerhalb kurzer Zeit wird dann versucht, mit anderen, meist männlichen Nutzern, in Kontakt zu kommen, indem Freundschaftsanfragen versendet werden.

Dem User wird der Kopf verdreht!

Die neue ”Freundin” verwickelt die User in ein Chatgespräch und verdreht den männlichen Gesprächspartnern dabei gekonnt den Kopf. In der Folge überreden diese Fake-Profile einen dann, sich nicht mehr nur über den Facebook-Chat auszutauschen, sondern auch via Webcam bzw. über SKYPE!

Die Betrüger wickeln den Nutzer um den Finger und überreden diesen zum Austausch von Bildern- und Videos mit sexuellen Inhalten.

Es folgt die Erpressung!

In den letzten Jahren gab es immer wieder solche Vorfälle. Ein 17-Jähriger wurde z.B. vergangenes Jahr auf Facebook von einer Frau kontaktiert und nach einem Skype-Chat erpresst! Nach einem Gespräch im Facebook-Chat forderte sie den 17-Jährigen auf, mit Ihr zu skypen. Dort nahm die Dame sexuelle Handlungen an sich vor und forderte den 17 – Jährigen auf, sich ebenfalls auszuziehen.

Der Junge solle sich nun ebenfalls entkleiden und sexuelle Handlungen an sich vornehmen.

Der Junge kam der Aufforderung nach. Am Ende des Chats wurde er erneut kontaktiert und über den Facebook-Chat dazu aufgefordert, 5.000 EUR per Western Union auf ein Konto nach Frankreich zu überweisen.

Würde er dies nicht tun, dann würde die gespeicherte Aufnahme auf YouTube veröffentlicht werden. Der Junge erstattete damals Anzeige.

Warnung vor Sex-Falle auf Facebook

Die Polizei warnt schon seit Jahren vor Sex-Erpressern im Internet: Sie verführen Männer dazu, sich vor der Kamera zu befriedigen – und drohen dann, die Videos auf Facebook oder YouTube zu zeigen. Die Opfer der Erpresser werden in sozialen Netzwerken von ihnen unbekannten Frauen kontaktiert, die dann den Vorschlag machen, sich gegenseitig bei Facebook als Freunde hinzuzufügen, um dann die Unterhaltung auf einer Videoplattform wie Skype fortzusetzen, wie die Polizei Gießen mitteilte.

Dort zeigten sich die Frauen nackt und forderten ihre Gesprächspartner auf, sich auszuziehen und an sich herumzuspielen. Die Videos von den onanierenden Männern werden dabei gespeichert.

Mimikama-TIPP

In die Falle getappt – was tun?

  • Brechen Sie sofort den Kontakt ab und beenden Sie den Chat!
  • NICHT bezahlen! Die Erfahrungen haben gezeigt, dass das Bezahlen nicht vor Veröffentlichung schützt. Ganz im Gegenteil! Es folgen danach weitere Forderungen und die Erpressung endet nicht!
  • Lass Sie sich auch nicht zu weiteren sexuellen Handlungen vor der Kamera erpressen!
  • Als Minderjähriger kannst du auch versuchen, als Antwort folgenden Text zu schicken: “Ich bin der Vater/die Mutter des Burschen, den Sie gerade gefilmt haben. Es ist nach §207a “pornografische Darstellung Minderjähriger” verboten, pornografische Aufnahmen von Personen unter 18 zu machen, zu besitzen und auch zu veröffentlichen. Sollten Sie dies dennoch tun, werde ich nicht davor zurückschrecken, Anzeige zu erstatten.” Denn dieser Paragraph gilt in ganz Europa und schreckt Betrüger häufig schon als Androhung ab.
  • Sollten Sie tatsächlich auf einer Plattform das Video von sich entdecken, wenden Sie sich gleich an die Betreiber der Seite. Gerade Facebook z.B. löscht Videos mit sexuellem Inhalt sehr schnell.

Quellen: Tageblatt.lu, Lessentiel.lu