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Facebook-Gremium für Beschwerden startet 2020

Ralf Nowotny, 18. September 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von Derick Hudson

Bisher war es schwierig, sich über gelöschten Inhalt auf Facebook zu beschweren. Das soll sich jedoch bald ändern!

So soll es ab 2020 ein unabhängiges Facebook-Gremium geben, welches aus 40 Experten besteht und sich um Beschwerden von Nutzern kümmert, deren Inhalte aus deren Sicht ungerechtfertigterweise gelöscht wurden.

Laut der „Süddeutschen Zeitung“ nehme das Projekt nun Gestalt an. Auch wenn bis zum nächsten Jahr das Gremium eventuell noch nicht vollzählig ist, soll es doch bereits mit mindestens elf Mitgliedern arbeitsfähig sein. Die ersten Mitglieder gegen Ende des Jahres präsentiert, so hofft Facebook.

Wie wird das umgesetzt?

Die Beschwerden der Nutzer sollen auf Gruppen mit je fünf Mitgliedern des Facebook-Gremiums aufgeteilt werden, die dann über die einzelnen Fälle entscheiden. Auch wenn Facebook den Aufbau des Gremiums leitet, sollen deren Entscheidungen unabhängig von Facebook getroffen werden und für das Unternehmen bindend sein. Einzige Ausnahme sei, wenn Facebook entscheidet, dass eine erneute Freigabe gegen bestimmte Gesetze verstossen würde.

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Mitglieder wechseln regelmäßig

Damit das Gremium nicht irgendwann zu parteiisch wird oder bestimmte Inhalte grundsätzlich nicht mehr freigibt, wechseln die Mitglieder alle drei Jahre.
Um auch eine Unabhängigkeit von Facebook zu wahren, werden nur die ersten Mitglieder direkt von Facebook ausgewählt, während die übrigen Mitglieder durch Empfehlungen jener ersten Mitglieder in das Gremium kommen können.

Die Arbeit im Gremium erfolgt auch nicht auf ehrenamtlicher Basis, sondern wird vergütet, allerdings nicht von Facebook selbst (sonst könnte man dem Premium Parteilichkeit vorwerfen), sondern über einen Treuhandfond.
Das Facebook-Gremium soll nach Facebook Vorstellungen aus Journalisten, Juristen und Verlegern bestehen.

Artikelbild: Shutterstock / Von Derick Hudson

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