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Facebook: „Gib mir bitte mal deine Handynummer“

Kathrin Helmreich, 25. Februar 2020
Facebook: "Gib mir bitte mal deine Handynummer"
Facebook: "Gib mir bitte mal deine Handynummer"

Betrüger geben sich als Facebook-Freunde aus und wollen die Handynummer des Opfers wissen, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Anfrage von vermeintlichem Facebook-Freund führt in eine Falle

„Gib mir bitte mal deine Handynummer“ – so versuchen Betrüger an das Geld von Facebook-Nutzern zu gelangen.
Hinter dem vermeintlichen Facebook-Freund steckt ein Betrüger, der das Profil zuvor kopiert bzw. kompromittiert hat.

Wir erhielten folgende Anfrage von einem Nutzer:

Hallo zusammen aktuell bekomme ich von diversen Freunden aus meiner Liste genau dieselbe Nachricht zugeschickt ich solle ihnen meine Handynummer zu schicken, wo ich mittlerweile rausbekommen habe dass diese Facebook Account gehackt wurden, um an die telefonnummer ranzukommen, wo ein Code per SMS zugeschickt wird ein Kumpel von mir hat das leider gemacht und hatte eine Rechnung von 48 € ist das zurzeit eine neue Masche?

Screenshot mimikama.at
Screenshot mimikama.at

Der Faktencheck

Neu ist die Masche zwar nicht, aber trotzdem stets aktuell. (wir berichteten)

Mit kopierten Facebook-Profilen versuchen Betrüger, an das Geld der Nutzer zu gelangen. Sie geben sich als Freunde oder Bekannte aus und fragen nach der Mobiltelefonnummer – denn man kennt sich ja. Eine andere Variante besteht darin, dass das Profil kompromittiert wurde. Das heißt, Cyber-Kriminelle sind zum Beispiel durch ein Fake-Gewinnspiel oder einer Phishing-Falle mit gefälschter Login-Maske in Besitz deiner Login-Daten gelangt.

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Wer der Forderung nach der Telefonnummer nachkommt, erhält recht schnell eine SMS mit einem Code. Übermittelt das Opfer nun die Zahlenkombination an den vermeintlichen Freund, wird es wie oben vom Nutzer geschildert, teuer.

Es handelt sich um einen Bezahlcode – einer TAN – für digitale Einkäufe im Internet. Der Betrag wird dem Rufnummernbesitzer bei der nächsten Handyrechnung abgezogen.

Fazit:

Gib im Internet nie mehr Daten von dir preis, als zwingend notwendig und sei vor allem mit deinen Login-Daten und Passwörtern extrem geizig.

Auch bei doppelten Freundschaftsanfragen stellt sich immer die Frage: Steckt hier ein Betrüger dahinter? Frage hierzu am besten deinen Freund direkt und ob er dir wirklich eine neue Anfrage geschickt hat. Am besten von Angesicht zu Angesicht. In den meisten Fällen weiß der Bekannte oder der Freund gar nicht, dass seine Identität gestohlen wurde.

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Wirst du von irgendjemanden per SMS oder Kurznachricht aufgefordert, Codes zu bestätigen oder zurückzusenden – tue das nicht!

Und zu guter Letzt: Zeige derartigen Betrug bei der Polizei an.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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