Facebook: Die Gesichtserkennung

Tom Wannenmacher, 2. März 2018

Facebook möchte erneut die Gesichtserkennung in Europa einführen!

Im Moment bekommen einige “ausgewählte” Nutzer folgenden Hinweis auf Facebook angezeigt:

“Neu! Gesichtserkennung mit weiteren Features”

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Zukünftig sollen Facebook-Nutzer in Europa selbst entscheiden können, ob sie die GESICHTSERKENNUNG aktivieren – oder nicht!

Es handelt sich dabei um eine umstrittene Funktion und diese war bis dato in den EU-Staaten nicht verfügbar. Im Zusammenhang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wolle Facebook das Verfahren testen, mit welchem die Nutzer SELBST entscheiden können, welche Daten sie öffentlich teilen wollen bzw. welche nicht.



In einem Artikel teilte Facebook am Mittwoch mit, dass zunächst nur einige Nutzer in Europa ausgewählt werden, um die Gesichtserkennung zu testen. „Wir fragen zunächst nur einen kleinen Prozentsatz von Menschen, damit wir sicher gehen können, dass alles ordentlich funktioniert“, heißt es in dem Blogbeitrag.

Diverse Medien berichten dazu folgendes:

Die Aktivierung werde vorgeschlagen und müsse aktiv bestätigt werden. Wenn der User nichts unternehme oder den Vorschlag ablehne, bleibe die von Datenschützern kritisierte Gesichtserkennung ausgeschaltet.

Mit der neuen  Funktion sollen sich künftig Betrugsversuche besser erkennen lassen

Wer sich für das „Opt-in“ entscheide, werde künftig benachrichtigt, wenn ein anderer User das Foto des Betroffenen als sein Profilfoto hochlade.

Mimikama-Hinweis: Vielleicht kann man mit dieser neuen Funktion auch den Identitätsdiebstahl, über den wir immer wieder berichten, verhindern.

Damit wolle man verhindern, dass Menschen sich auf Facebook als eine andere Person ausgeben. Die Anwender werden ebenfalls von Facebook hören, wenn sie auf einem Foto auftauchen, auch wenn sie dort nicht markiert sind.

„Sie können wählen, ob Sie sich selbst taggen, sich selbst unmarkiert lassen oder sich an die Person wenden, die das Foto gepostet hat, wenn Sie Bedenken haben“, verspricht Facebook.

Menschen mit Sehbehinderung

Von der Gesichtserkennung sollen auch Menschen mit Sehbehinderung profitieren können, die auch ohne Markierungen erkennen können, wer auf Fotos abgebildet ist. In einem zweiten Test werden Facebook-Anwender gefragt, ob sie Informationen aus dem persönlichen Profil zu persönlichen Interessen sowie politischen und religiösen Orientierungen tatsächlich mit der Öffentlichkeit teilen wollen. Facebook fragt auch diejenigen, die bisher auf solche Angaben verzichtet haben, ob sie diese nicht ausfüllen wollen.


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