Facebook entfernt Bilder und Videos von Kapitol-Erstürmer*Innen

Charlotte Bastam, 7. Januar 2021
Artikelbild: Shutterstock / Von Alex Gakos
Artikelbild: Shutterstock / Von Alex Gakos

Das Unternehmen will damit weiteren Anstiftungen oder Ermutigungen für kriminelle Handlungen entgegenwirken. Auch andere Inhalte sollen diesbezüglich gesperrt werden.

Die Nachrichten waren voll mit ihnen: Videos mit Menschen, die am 6. Januar 2021, das Kapitol stürmten. Doch nicht nur die Medien verfolgten das Ereignis mit Kameras, auch Menschen, die selbst in das Kapitol eindrangen, machten Bilder und Videos und verbreiteten jene auf Social Media.

Bilder von Kapitol-Erstürmer*Innen sollen keine weiteren kriminellen Handlungen provozieren

Facebook schritt daraufhin ein und verkündete, dass Inhalte entfernt werden sollten, die Anstiftung oder Ermutigung zu den Ereignissen im Kapitol beinhalten. Dazu gehören auch  Videos und Fotos von den Demonstrant*Innen.

Das Unternehmen begründete sein Vorgehen damit, dass solche Inhalte eine Förderung krimineller Aktivitäten darstellen, die gegen die Facebook-Richtlinien verstoßen.

Außerdem sollen Inhalte gesperrt werden, die „zum Einsatz von Waffen an Orten in den USA – nicht nur in Washington, sondern überall in den USA – einschließlich Protesten“ aufrufen. Aber auch Aufrufe für friedvollen Protest will Facebook entfernen, wenn damit die Ausgangssperre in Washington DC verletzt werden sollte

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Auch Trumps Video wurde gesperrt

Zuvor sperrte Facebook bereits ein Video, in dem man den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump sieht, wie er außerhalb des weißen Hauses Angreifer*Innen zwar dazu auffordert nach Hause zu gehen, allerdings ihnen auch sagt, dass er sie liebt und sie „sehr besonders“ sind.

Facebooks Vizepräsident für Integrität, Guy Rosen erklärte dazu auf Twitter: „Dies ist eine Notfallsituation und wir ergreifen angemessene Notfallmaßnahmen, einschließlich der Entfernung des Videos von Präsident Trump.“

Facebook kündigt neues Label gegen Wahlbetrugs-Gerüchte an

Auch gegen die immer noch vorkommenden Verschwörungen zur Niederlage Donald Trumps will das Unternehmen vorgehen und kündigt ein neues Label für solche Inhalte an: „Als nächstes aktualisieren wir unsere Kennzeichnung von Beiträgen auf unseren Plattformen, die versuchen, die Wahlergebnisse zu delegitimieren. Der neue Text lautet: „Joe Biden ist zum Präsidenten gewählt worden, mit Ergebnissen, die von allen 50 Staaten bestätigt wurden. Die USA haben Gesetze, Verfahren und etablierte Institutionen, um die friedliche Übergabe der Macht nach einer Wahl zu gewährleisten.“

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