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Facebook: Eine Million Konten gelöscht. Mark Zuckerberg berichtet von Erfolgen

Claudia Spiess, 18. Februar 2020
Facebook: Eine Million Konten gelöscht
Facebook: Eine Million Konten gelöscht

Mark Zuckerberg berichtet von Erfolgen im Kampf gegen Wahlmanipulation, Propaganda und Hass im Internet.

Facebook: Eine Million Konten gelöscht – Das Wichtigste zu Beginn: Zuckerberg forder klare staatliche Regeln zu Meinungsfreiheit und politischer Werbung. Im Kampf gegen Hassrede, Manipulation und Propagande löscht Facebook täglich rund 1 Million Fake-Accounts.

Zuckerberg fordert klare Regeln

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Mark Zuckerberg klarere staatliche Regeln zu Meinungsfreiheit im Internet und politischer Werbung gefordert. Seiner Meinung nach müssen hier gesetzliche Grenzen gezogen werden, nach denen sich auch Privatunternehmen richten können.

Facebook versucht, gefährliche Inhalte zu filtern und Wahlmanipulation zu vermeiden. Laut Zuckerberg habe sich auch der Austausch von Tech-Unternehmen mit Nachrichtendiensten und Polizei verbessert.

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Manipulation und Spam

Angreifer im Internet gehen immer professioneller vor. Seit 2016 sei allerdings auch die Abwehr gestärkt worden. Nicht nur Hacker-Angriffe bedeuten eine Bedrohung, sondern auch Manipulationen durch koordinierte Kampagnen im Internet und auch über soziale Netzwerke. Als Beispiel nannte Zuckerberg das Beispiel russischer Akteure, die versuchten, den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016 zu manipulieren.

Aktuell arbeiten allein 35.000 Mitarbeiter im Sicherheitsbereich bei Facebook. Hier wird für Datenschutz gesorgt, gefährliche Inhalte werden blockiert oder Wahlmanipulationen unterbunden.

Löschen von Fake-Accounts

Manipulationskampagnen laufen zum Großteil über gefälschte Nutzerprofile. Laut Zuckerberg schaltet Facebook täglich rund 1 Million Fake-Accounts ab. Bei der Entdeckung dieser unterstütze künstliche Intelligenz. Meist handelt es sich dabei um Spam zur Verbreitung unerwünschter Werbung. Allerdings seien auch immer wieder staatlich gesteuerte Akteure darunter zu finden.

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Was Terrorpropaganda angeht, sei Facebook imstande, 99 Prozent dieser Inhalte abzuschalten, bevor diese an die Nutzer weitergetragen werden. Bei Hassrede und rassistischen Inhalten liege die Quote derzeit bei 80 Prozent. Hier besteht die Schwierigkeit, diese von solchen Äußerungen zu unterscheiden, die sich kritisch mit der Thematik auseinander setzen.

Passend zum Thema: „Facebook: Unabhängiges Gremium für Beschwerden über Beiträge geplant

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Artikelbild: Shutterstock / Von catwalker

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