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Fabrizio Brambilla: Das Märchen vom Hacker

Tom Wannenmacher, 27. Oktober 2019
Fabrizio Brambilla: Das Märchen vom Hacker
Fabrizio Brambilla: Das Märchen vom Hacker

Es ist interessant zu beobachten, dass gewisse Falschmeldungen immer wieder erneut die Runde machen. Wie auch jene von Fabrizio Brambilla!

Fabrizio Brambilla? Nein, jener Fabrizio ist kein Hacker, der euren Account hacken kann. Sein Name reiht sich nun in die „Hacker“ namens Christoph und Jessica Davies, Peter Enis, Marcel HohmannUte Christoff und Paolo Tizzanini ein. Alles Namen, die in solchen oder ähnlichen „Warnungen vor Hackern“ auftauchten, deren Namensträger aber wahrscheinlich froh sind, wenn sie endlich nicht mehr als „Facebookprofil-Hacker“ bezeichnet werden.

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Es handelt sich zum wiederholten Male um diese Meldung, die auf Facebook, aber auch immer wieder auf WhatsApp die Runde macht. Anhand des Screens kann man erkennen, dass dieser Beitrag erst vor wenigen Tagen wieder, es war der 26.10.2019, die Runde machte:

Screenshot: Facebook / Mimikama.at
Screenshot: Facebook / Mimikama.at

„WICHTIG Bitte sage allen Kontakten in deiner Messenger-Liste, dass Sie nichts von Fabrizio Brambilla akzeptieren sollen. Er hat ein Foto mit einem Hund. Er ist ein Hacker und hat das System mit Ihren Messenger-Konto verbunden. Wenn einer deiner Kontakte es akzeptiert, wirst Du ebenfalls gehackt, also stelle sicher, dass alle deiner Freunde es wissen. Vielen Dank . Bitte weiterleiten“

Der Faktencheck

Zwei Dinge fallen in der „Fabrizio Brambilla“ – Beschreibung deutlich auf. Zum einen die Info, dass sich über den Messenger eine Gefahr verbreitet, zum anderen, dass man dadurch „gehackt” wird. Reduziert man nun diese Warnung auf diese beiden Kernelemente, dann bemerkt man eine starke Ähnlichkeit zu dem Betroffenheitsempfinden beim sogenannten „YouTube-Virus”. Hierbei sind die Betroffenen ebenfalls immer der Ansicht, durch einen Hacker über den Messenger angegriffen worden zu sein.

Es handelt sich also um einen Kettenbrief, der aus den unterschiedlichsten Beobachtungen heraus entstanden sein dürfte. Beweisen kann da niemand mehr etwas, man kann lediglich Vermutungen anstellen.

Unser Tipp: Man sollte generell keine Freundschaftsanfragen von Fremden ungeprüft annehmen.  Ignoriert solche Texte und schickt sie nicht weiter!


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