Erpressermails: Erpresser schieben nach!

Andre Wolf, 5. Januar 2021
Erpressermail, die zweite Runde
Erpressermail, die zweite Runde

Die Erpressermails mit dem Betreff „Hallo, du dreckiger perverser…“ gehen in die nächste Runde. Betrüger senden eine zweite Mail.

Vor wenigen Tagen haben wir vor einer aktuellen Variante der Erpressermails gewarnt (siehe hier). Mit diesen Mails werden Menschen erpresst und es wird behauptet, dass sie ausgespäht wurden. Dabei sei kompromittierendes Material entstanden.

Damit dieses Material nicht an die Familie oder an den Arbeitgeber gesendet wird, sollen die Empfänger der Erpressermail Ein Lösegeld in Form von Bitcoins bezahlen. Damit diese Mail und die Erpressung noch glaubwürdiger klingen, haben die Betrüger nun eine zweite Mail versendet.

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In dieser Mail gehen sie auf den Inhalt des ersten Schreibens sein. Der Inhalt dieser Mail lautet:

Hallo! Ich habe gesehen, dass sie meine erste E-Mail erhalten haben. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass sie nur 24 Stunden Zeit haben, meine Forderungen nachzukommen. Oder ich werde das Video an all ihre Freunde und Bekannten schicken. Wie wollen sie ihrer Familie gegenübertreten? Machen sie keinen Fehler. PS: vielleicht haben Die E-Mail nicht gesehen, prüfen Sie Ihren Spam-Ordner.

Erpressermail, die zweite Runde
Erpressermail, die zweite Runde

Faktencheck zur zweiten Erpressermail

Diese zweite E-Mail hat genauso wenig Wahrheitsgehalt wie die erste E-Mail. Diese E-Mail wurde lediglich versendet, um den Druck auf die Empfänger zu erhöhen. Damit soll eine gewisse Glaubwürdigkeit der Erpressung erreicht werden. Dennoch gilt hier dasselbe wie bei dem ersten Mal: Auf keinen Fall auf die Erpressung eingehen!

Es exitsiert kein Material für eine Erpressung, es wurde auch keine Spionagesoftware installiert. Es handelt sich hierbei ausschließlich um eine Massenmail, die sehr viele Menschen erhalten haben. Anstatt auf die Erpressung einzugehen, solltest du derartige E-Mails und andere Erpressungsversuche umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle oder online zu melden.

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Ergebnis:

Auch in diesen Fällen handelt es sich bei solchen E-Mails um reine Betrugsversuche, und der Erpresser befindet sich nicht im Besitz pikanten Videomaterials seines Opfers. Leider kann man diese Möglichkeit aber nie komplett ausschließen. Darum ist es sinnvoll, die Erpressung auf jeden Fall der Polizei zu melden!

 


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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