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Ermittlungsverfahren gegen die „GermanRefundCrew“ (Schaden: 500.000 EUR)

Tom Wannenmacher, 20. Mai 2021
Artikelbild: Bundeskriminalamt
Artikelbild: Bundeskriminalamt

Das BKA geht gegen Computerbetrüger „GermanRefundCrew“ vor. Durch­su­chun­gen bei sie­ben Verdäch­tigen we­gen ban­den- und ge­werbs­mä­ßi­gen Com­pu­ter­be­trugs.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB), am 18.05.2021 insgesamt sieben Objekte in vier Bundesländern durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen sieben Männer im Alter von 20 bis 37 Jahren. Ihnen werden unter anderem banden- und gewerbsmäßiger Computerbetrug und Datenhehlerei vorgeworfen.

Bei den Einsätzen in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wurden unter anderem zahlreiche Smartphones und andere digitale Beweismittel, betrügerisch erlangte Waren sowie Bargeld und Kryptowährungen sichergestellt. Darüber hinaus konnten sechs Telegram-Accounts übernommen und gesichert werden.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gewerbs- und bandenmäßig die Durchführung sogenannter Refund-Betrugstaten in der Telegram-Gruppe „GermanRefundCrew“ angeboten und letztendlich über 600 solcher Betrugstaten begangen zu haben.

Beim Refund-Betrug handelt es sich um eine Erscheinungsform des Computerbetrugs, bei der die Täter Waren im Internet bestellen und im Anschluss eine Rücksendung vortäuschen, um eine Rückerstattung des Zahlbetrags zu erhalten.

Mit den in der Telegram-Gruppe beworbenen Taten wurde ein Gesamtschaden von über 500.000 Euro verursacht.

Für ihre kriminellen Dienstleistungen verlangten die Beschuldigten eine Provision in Höhe von 23 bis 27 Prozent des jeweiligen Warenwertes. Ihnen drohen nun Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren.

Bereits im Oktober 2020 war die Telegram-Gruppe „GermanRefundCrew“ im Rahmen eines bundesweiten Einsatzes geschlossen und die Wohnräume des Hauptverdächtigen durchsucht worden. Die weiteren Ermittlungen führten die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur der sieben Männer.

Quelle: BKA
Artikelbild: Bundeskriminalamt


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