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Eine Schlange zum Gruseln

Jens | ZDDK | MIMIKAMA, 11. April 2018

Wer erinnert sich nicht, mehr oder weniger gerne, an den „Horrorstreifen“ ‚Anaconda‘?

Große Schlange frisst Filmcrew und skrupellosen Jägersmann (sorry fürs Spoilern).

Was liegt also näher, als diesen Grusel noch etwas zu potenzieren?

Zumal die Dschungel der Erde zum Glück immer noch etwas Geheimnisvolles an sich haben und man in ihnen so manches Naturwunder erwartet und vielleicht sogar erhofft. Bei dem uns hier vorliegenden Exemplar litt der Verfasser aber an einer galoppierenden Fantasie, oder kam mental mit den Relationen ins Schleudern.

Doch betrachten wir zunächst einmal das Bild:

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Eine gewaltige Schlange, macht das was Schlangen gemeinhin machen, sie schlängelt sich. Eine nicht geringe Anzahl Menschen stehen in und um ein Gewässer. Beides für sich betrachtet eher harmlos, auch wenn es sich bei der Schlange um eine Anaconda handelt.

Was jedoch seltsam anmutet, die sich schlängelnde Schlange schlängelt durch die Menschenansammlung, welche sich davon jedoch seltsamerweise nicht beeindruckt zeigt. Dem einem Menschen schlängelt sie am Hintern lang, auch hier keine irgendwie geartete Reaktion.

Eine Schlange, deren Durchmesser dem Menschen bis zum Hintern geht, ist doch aber eigentlich etwas, was einer Menschenansammlung eben nicht an dem eben erwähnten Körperteil vorbei geht.

Warum aber zeigen die Menschen keine Reaktion?

Die Schlange wirkt irgendwie verschwommen, ist es eine Stealth Anaconda? Unsichtbar für Mensch und Radar? Oder bewegt sie sich so schnell wie sonst nur „der rote Blitz“ bzw. „The Flash“?

Ein Kollege wirft soeben ein „wer nicht richtig freistellen kann, zeichnet die Ränder weich…“. Na gut oder eben so, aber das bedeutet ja, dass das Foto eine Fälschung ist – irgendwie enttäuschend, ich fand eine „Flash Anaconda“ irgendwie reizvoll.

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Immerhin soll sie nach deutschem Text 257 Menschen und 2325 Tiere getötet haben, dadurch die beachtliche Länge von 40,8 m und ein Gewicht von 2067 kg erreicht wurden. Britische Kommandos hätten 37 Tage mit dem Biest gerungen, bevor sie es erlegt hätten. – Respekt!

Noch unterhaltsamer ist aber die englische Fassung „World’s biggest snake Anaconda found in Africa’s Amazon river.“ Ok, das war dann wohl doch vor der ersten Kontinentaldrift, nur wie bringen wir dann die britischen Kommandos (in der englischen Fassung „Africa’s Royal British Commandos“) in der Story unter? Vermutlich gar nicht.

Ergebnis:

Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Busch, wenn ich sage, bei dieser Geschichte handelt es sich um einen Hoax und dann auch noch um einen schlechten oder um eine Geschichte, bei der der Verfasser sehen wollte, wie viele Menschen auf eine wirre Story reinfallen, so dass er sich heimlich über sie lustig machen kann, dann allerdings hat er bestimmt seinen Spaß gehabt.

Weitere Quellen:

Snopes


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