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eBay: Gefälschte Rechnung über Verkäufergebühren

Kathrin Helmreich, 3. Juli 2020
eBay: Gefälschte Rechnung über Verkäufergebühren
eBay: Gefälschte Rechnung über Verkäufergebühren

Cyberkriminelle versuchen erneut durch gefälschte E-Mails an die Daten von Verkäufern des Online-Marktplatzes eBay zu kommen.

Vorsicht – aktuell kursieren erneut gefälschte E-Mails im Namen von eBay. Cyberkriminelle versuchen durch eine Rechnung angeblich fälliger Verkäufergebühren, den Empfänger zum Herunterladen eines Anhangs zu bewegen.

Wer dem HTML-Link im Anhang folgt, tappt in eine Phishing-Falle! Es geht um folgende E-Mail:

Vorsicht bei dieser E-Mail
Vorsicht bei dieser E-Mail

Vielen Dank, dass Sie eBay nutzen. Hier ist Ihre Rechnung.

Hallo,

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in eBay. Ihre eBay-Rechnung für den Zeitraum von 16. Juni 2020 bis 01. Juli 2020 kann nun mit einem beliebigen Webbrowser eingesehen werden.

Sie können die Rechnung anzeigen, indem Sie sie von dieser E-Mail herunterladen.

In dieser E-Mail befindet sich die Rechnung für diesen Monat.

Fälliger Rechnungsbetrag: -€303,22

Ihr Konto ist ausgeglichen. Es sind zurzeit keine Zahlungen erforderlich.

Automatische Zahlungsmethode: Lastschrifteinzug
Keine Zahlung erforderlich (Sie verfügen über ein Guthaben oder Ihr Saldo beträgt null.)

Mit freundlichen Grüßen,
eBay GmbH

Phishing-Versuch

Die angebliche Rechnung stellt einen Phishing-Versuch dar. Es ist nicht das erste Mal, dass Cyberkriminelle versuchen unter dem Deckmantel von eBay an die Daten der Nutzer zu gelangen. (wir berichteten)

Je nach Variante ist eine HTML-Datei oder eine PDF-Datei enthalten, die dann zur Phishing-Seite führt oder über ein implementiertes Java-Script das Phishing durchführt.

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Unser Tipp: Klicke niemals auf angebotene Links oder Anhänge in E-Mails, die vorgeben, du sollst einen Beitrag bezahlen. Rufe die betreffende Webseite manuell im Browser auf und frage bei eBay nach.

Das kannst du tun, wenn du bereits in die Falle getappt bist:

  • Wie bereits erwähnt, informiere den zuständigen Kundendienst.
  • Ändere, wenn noch möglich, sofort dein Passwort. Hier erfährst du, was ein sicheres Passwort ausmacht.
  • Solltest du noch Zugriff auf dein Konto haben, prüfe, ob es zu Veränderungen gekommen ist. Zum Beispiel unbekannte Artikel im Verkauf, alternative Kontaktmöglichkeiten (Mail-Erweiterungen, Adressänderung, telefonische Erreichbarkeit etc.) oder Bankdaten.
  • Lass deinen Account zur Sicherheit vom richtigen Anbieter prüfen. Dieser kann das Konto sperren, sollte es bereits zum Fremdzugriff gekommen sein.
  • Dokumentiere Änderungen durch Screenshots.
  • Erstatte bei der örtlichen Polizei Anzeige.

Sowohl Verkäufer, als auch Käufer sollten vorsichtig reagieren, wenn sie derartige E-Mails in ihrem Postfach finden. Denn jeder Account kann schnell durch Cyberkriminelle missbraucht werden.

Noch ein paar Tipps zum Schluss:

  • Richte eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung ein.
  • Halte für Notfälle echte Kontaktmöglichkeiten zum Anbieter bereit.
  • Halte dein Betriebssystem aktuell und nutze einen guten Softwareschutz.
Artikelbild: Shutterstock / Von pixinoo

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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