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„E-Bike fans“: Fake-Gewinnspiel auf Facebook führt in die Abo-Falle

Erneut werden die sozialen Medien von einem ominösen Gewinnspiel heimgesucht. Verschenkt werden von „E-Bike fans“ leicht beschädigte Fahrräder, doch der Preis dafür ist hoch.

Marina Dullnig, 6. September 2022

Aufmerksame Nutzer haben uns über ein weiteres Gewinnspiel auf Facebook aufmerksam gemacht. Verschenkt werden insgesamt 670 Fahrräder, die aufgrund leichter Beschädigungen und Kratzer allen Anschein nach nicht mehr regulär verkauft werden können. Alles, was die User dafür machen müssen, ist das Wort „Fertig“ in die Kommentarspalte zu klatschen. Wer den Preis erhalten möchte, soll dem Link auf eine externe Website folgen.

Fake-Shop E-Bike fans / Fake-Shop "E-Bike fans" / Artikelbild: Screenshot: Screenshot
Screenshot: Facebook (Fake-Shop „E-Bike fans“)

Mit Vollgas in die Abo-Falle

Wer auf den Link klickt, gelangt auf eine englischsprachige, überschaubare und bemerkenswert funktionslose Website mit einer zudem sehr bedenklichen URL (https://sites.google.com/view/e-bikeforyou2022/halaman-muka?authuser=0). Lediglich das Bild aus dem Facebook-Posting und ein Button, um sich zu registrieren, werden auf dieser Seite angezeigt.

Screenshot: E-Bikes

Die Suche nach dem Impressum oder weitere Informationen über das Unternehmen und den Verantwortlichen bleibt, wie zu Erwarten, erfolglos.

Betätigt man trotz aller Warnzeichen den grünen Button, so wird man auf die Registrierseite von BOOKFAZT weitergeleitet.

Spätestens jetzt sollten die Alarmglocken jedoch anfangen zu läuten! Warum sollte man sich für ein Fahrrad-Gewinnspiel auf einer Seite registrieren, die ein ziemlich kostspieliges Monatsabo für E-Books anbietet?

Screenshot: BOOKFAZT

Nichtsdestotrotz versuchen wir unser Glück und registrieren uns. Mit einer falschen E-Mail-Adresse und wie gewünscht, mit einem Passwort, welches mindestens ein Zeichen lang ist, geht es schon ohne Probleme auf der nächsten Seite weiter.

Und zwar direkt zur Eingabe von persönlichen Daten und der Kreditkartennummer.

Screenshot: BOOKFAZT

Allerspätestens jetzt sollte man den Vorgang abbrechen und sich klar darüber werden, dass dies nur eine weitere Masche ist, um ahnungslose Nutzer in die Falle zu locken!

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