Durchfallerkrankungen im Vormarsch

Kathrin Helmreich, 10. März 2017

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor einer stärkeren Zunahme von Erkrankungen durch Campylobacter-Bakterien.

Wie die ‘Stuttgarter Nachrichten’ und der ‘Spiegel’ berichten, weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf den sorglosen Umgang mit rohem Fleisch hin und mahnt zu mehr Hygiene in der Küche.

Auch Fernsehköche seien hierbei keine besonders guten Vorbilder, dabei ließen sich viele Infektionen schon vorab vermeiden.

Fehlendes Wissen in der Küche

BfR-Präsident Andreas Hensel meint gegenüber der Funke-Mediengruppe:

„Die Campylobacter-Bakterien sind stark im Kommen. Wir müssen uns mehr um die Küchenhygiene kümmern.”

Und spricht mangendes Küchenwissen an und, dass das Kochen erst gar nicht richtig erlernt wird.

Selbst Fernsehköche vermitteln die richtigen Vorbereitungen kaum und legen los, ohne zu zeigen, dass man sich als ersten Schritt, die Hände zu waschen hat.

Vor allem Menschen im Alter von 18 und 25 Jahren seien verstärkt von Durchfallerkrankungen betroffen.

Eine Infektion mit Campylobacter-Bakterien äußert sich durch etwa zwei bis fünf Tage Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Danach folgen Bauchkrämpfe und starke Durchfälle.

Selbst wenn man sich wieder gut fühlt, werden die Bakterien in der Regel weiterhin zwei bis vier Wochen ausgeschieden.

Richtig vorbeugen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät:

  • Vor allem Geflügelfleisch ausreichend durchgaren. Leichtes Anbraten genügt nicht.
  • Das Auftauwasser von gefrorenem Geflügel und anderen Fleischsorten direkt entsorgen und alle Gegenstände, die damit in Berührung gekommen sind, heiß abspülen.
  • Küchenhandtücher und Wischlappen häufig wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Spülbürsten und Schwämme regelmäßig erneuern.
  • Rohmilch, die direkt vom Erzeuger kommt, abkochen.
  • Grundsätzlich und vor allem nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln die Hände gründlich mit Seife waschen!

Wer diese Tipps einhält, vermindert die Gefahr einer Ansteckung von Durchfallerkrankungen enorm.

Quellen: Stuttgarter Nachrichten, Spiegel Online


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