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DSGVO Information von „Sparkasse“ ist eine gefährliche Fälschung!

Andre Wolf, 21. Januar 2019
Artikelbild von Capricorn Studio / Shutterstock.com
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Mit einem Informationsschreiben bezüglich der DSGVO wollen Betrüger Zugangsdaten von Sparkasse-Kunden erbeuten!

Dieses schreiben gibt sich als eine E-Mail der Sparkasse aus. Dabei werden das Logo und das Corporate esign der Sparkasse missbräuchlich verwendet, um eine Vertrauensbasis zu schaffen. Doch diese Mail stammt nicht von der Sparkasse.

Inhaltlich geht es um den Hinweis, dass die Sparkasse aufgrund der DSGVO verpflichtet se, die personenbezogenen Daten ihrer Kunden zu aktualisieren und sich entsprechend verifizieren zu lassen. Aus diesem Grunde solle man einem Link folgen und das eigene Nutzerkonto verifizieren.

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Dieser Link, dem man folgen soll, endet jedoch auch einer Phishingwebseite.

Phishing!

Beim Aufrufen dieser Webadresse meldet sich direkt unsere Schutzsoftware und blockiert den Aufbau des Inhalts. Die aufgerufene Webseite wurde als Phishing-Webseite erkannt.

Ohne Softwareschutz öffnet sich stattdessen direkt eine Webseite, die sich als Login zum Onlinebanking der Sparkasse ausgibt. Hier werden neben den Zugangsdaten auch persönliche Daten, sowie Adressdaten und weitere sensible Bankdaten abgefragt.

Screenshot Mimikama.at / Kaspersky
Screenshot Mimikama.at / Kaspersky

Wir warnen davor, auf dieser Seite wahrheitsgemässe Angaben zu machen. Und wie immer gilt auch hier:

Tappt man in eine solche Phishing-Falle, helfen folgende Maßnahmen:

Grundsätzlich kann eine Sicherheitssoftware präventiv helfen!

Bei aller Vorsicht kann man natürlich trotzdem zum Opfer einer Phishing-Attacke werden und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgeben.

Wichtig ist dann: Nicht in Panik geraten, aber unverzüglich handeln!

Damit Du im Ernstfall weißt, wie Du vorgehen kannst, folgt hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist für solche Fälle rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar. Schildere Deinen Fall, und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.
  2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Wenn ja, gehe unverzüglich zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.
  3. Kontrolliere sofort, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte das der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.
  4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus, bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.
  5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall, und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.
  6. Eine 2 Faktor Authentifizierung (sofern angeboten) verhindert Zugriffe auch dann, wenn Betrüger durch Phishing an die Zugangsdaten gelangt sind.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Beträge (beispielsweise beim Onlinebanking) von den Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch. Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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