Die “letzte Warnung” der Facebook™ Security

Andre Wolf, 4. August 2015

Mit gefälschten privaten Nachrichten geben sich Betrüger als Facebook™ Security aus und wollen so an Nutzerdaten gelangen.

Mimikama: Warnung vor...

An dieser Stelle gehen wir auf eine Nutzeranfrage von unserer Facebookseite “Zuerst denken – dann klicken” ein. Dabei handelt es sich um folgende Anfrage:

image
(Screenshot: Facebook, ZDDK)

Der Verdacht ist folgender: Betrüger beobachten die Facebookprofile , welche gezielt bestimmte Apps, so wie hier Poker-Apps, nutzen und schreiben diese Personen dann per PN an.

Unserer Ansicht nach wird dieser Versuch wahrscheinlich noch weiter verbreitet sein und auch wahllos Personen angeschrieben werden. Nochmal deutlich: dieser Inhalt stammt von Betrügern!

Privacy Setting
letzte Warnung
Wir haben versucht, Sie zu warnen, aber die Meldung unserer Sicherheitssystem zu ignorieren.
Wir werden bald gezwungen, Ihr Konto zu schließen, weil Sie nicht sicher, das Konto des Benutzers zu sein.

Wenn Sie wirklich user wegen dieses, bestätigen Sie bitte Ihr Konto, um Verschluss, um Ihr Konto zu vermeiden.
Vielen Dank für Deine Hilfe, um unseren Service zu verbessern.
Facebook™ Security
Facebook © 2015
Privacy Setting
Bitte bestätigen Sie Ihren Account hier:

[adrotate group=“1″]

Tod und Teufel!

Was auch immer dort steht, es ist eine inhaltliche Katastrophe. Das Problem jedoch ist:

egal, was dort steht, der Link führt auf eine gefährliche Seite! Sollte also jemand der Betrüger auf die Idee kommen, einen anderen Text zu formulieren, wäre dieses inhaltliche Chaos nicht mehr gegeben und die Nachricht um ein Vielfaches gefährlicher.

Glücklicherweise kann man jedoch anhand des Wirrwarrs in der Nachricht recht zügig auf einen Betrugsversuch schließen.

Der Link in der Nachricht

Der Link, über den man sich bestätigen soll, führt auf eine gefälschte Facebookseite. Diese Seite ist nicht Facebook, man will damit die Zugangsdaten ergaunern.

image

Diese erste Seite, welche den recht verwirrenden Titel “Sperren von Benutzern” innehat, ist schon ein erstes Betrügerformular, auf dem man sein Passwort an Betrüger weitergibt.

Im Anschluss daran öffnet sich eine weitere Seite, welche sich als Facebook-Login ausgibt. Hier ist alles auf italienisch gehalten.

image

Wir warnen inständig: das sind Betrügerseiten! Wer hier sein Passwort eingibt, hat Betrügern den Zugang zum Facebookkonto ermöglicht.

Wer dann auch noch übertragbare Gewinne aus Facebook-Apps dort lagert, wird natürlich diese sehr schnell verlieren.

So arbeitet Facebook nicht!

Bitte merke Dir grundsätzlich: Facebook schreibt Dich niemals direkt in einer PN an. Ebenso wirst Du von Facebook niemals einen Link bekommen, über den Du Dich neu anmelden musst.

Wenn es Probleme mit Deinem Account geben sollte, dann loggt Facebook den betroffenen Nutzer immer automatisch aus, die machen das von ganz alleine. Solltest Du jemals zu einem Facebook Anmeldebildschirm gelangen, vergewissere Dich, ob es sich um Facebook und auch um eine sichere Verbindung handelt.

image
(Beispiel: Facebooklogin über Google-Chrome)

Dies kannst Du an der Adressleiste Deines Browsers erkennen: ein sicherer Login verläuft im Regelfall über das Protokoll “https”, welches in der Adresszeile des Browsers immer auf irgendeine Art grün markiert ist.

Bildquelle Artikelvorschau: dolphfyn @ Shutterstock.com


Unabhängige Faktenchecks und Recherchen sind wichtig und richtig. Sie fördern Medienkompetenz und Bildung. 

Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fakenews, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt Deine Unterstützung!

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

weitere mimikama-Artikel