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Die Lebensdauer des Coronavirus auf Oberflächen!

Claudia Spiess, 19. März 2020
Die Lebensdauer des Coronavirus auf Oberflächen!

US-Forscher haben herausgefunden, dass SARS-CoV-2-Viren auf Stahl und Kunststoff tagelang aktiv sind.

Die Lebensdauer des Coronavirus auf Oberflächen! – Das Wichtigste zu Beginn:

Türklinken, Haltegriffe, Verpackungen: Kann man sich darüber mit dem neuen Coronavirus anstecken? US-Forscher gingen der Aktivität der Viren auf unterschiedlichen Oberflächen nach.

SARS-CoV-2-Viren vergleichbar mit dem älteren SARS-CoV-1

US-Forscher haben sich damit auseinandergesetzt, wie lange SARS-CoV-2-Viren auf verschiedenen Oberflächen aktiv und somit ansteckend bleiben. Dabei haben sie auch Vergleiche mit dem bekannten SARS-CoV-1, dem am nächsten verwandten Virus, angestellt. Denn das Überleben des neuen SARS-CoV-2 in der Luft oder auf bestimmten Oberflächen ist durchaus vergleichbar mit dem älteren SARS-CoV-1.

Um eine Eindämmung der Epidemie zu erreichen, ist es unter anderem hilfreich zu wissen, wie das neue Coronavirus auf verschiedenen Oberflächen, mit denen man tagtäglich in Berührung kommt, ansteckend bleibt.

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Unterschiedliche Oberflächen bedeuten unterschiedliche Aktivität

Das Team von Vincent Munster, National Institutes of Health in Hamilton, Montana, hat in einem MedRxiv-Vorabdruck davon geschrieben, dass Keime mit drei Tagen auf Kunststoff und Edelstahl am längsten aktiv bleiben. Das gibt einen Hinweis darauf, dass Krankenhausausrüstung ebenso wie Haltestangen oder -schlaufen in öffentlichen Verkehrsmitteln potenzielle Überträger sein könnten.

Auf Karton waren die Keime bis zu 24 Stunden lang aktiv, auf Kupfer nur vier Stunden.

Viruspartikel, die in einer Testkammer in der Luft (Aerosol) aufgewirbelt wurden, blieben etwa drei Stunden aktiv. Die Menge der Viren nahm dabei stetig ab.

Wichtig bei all diesen Ergebnissen ist, dass die Konzentration der Viren und somit die Infektionsdosis nach und nach abnehmen. 

Auch muss man bedenken, dass diese Tests unter Laborbedingungen durchgeführt wurden. Eine Übertragbarkeit dieser Studien auf reale Bedingungen ist nur eingeschränkt möglich, hilft allerdings bei der vorherrschenden Unsicherheit, ein Gefühl dafür zu entwickeln.

Zusammenfassung

  • Kunststoff und Edelstahl: bis zu drei Tage
  • Karton: bis zu 24 Stunden
  • Kupfer: bis zu vier Stunden
  • Luft: bis zu drei Stunden

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Empfehlung der Gesundheitsbehörden

Neben häufigem Händewaschen mit Seife wird empfohlen, Oberflächen mit Reinigungsmittel auf Alkoholbasis und verdünntem Wasserstoffperoxid zu desinfizieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren.

Passend dazu: Neuer Coronavirus: Kann ich mich über gebrauchte Kleidung anstecken?

Quelle: heise online / Deutsches Gesundheitsportal
Artikelbild: Shutterstock / Von Maridav


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