Die ganze Wahrheit über Eilmeldungen und Fakenews

Tom Wannenmacher, 18. Dezember 2021
Filter deine Informationen und stärke deine selektive Wahrnehmung. So können politische Diskurse und Debatten in den sozialen Medien ganz anders verlaufen! 
Filter deine Informationen und stärke deine selektive Wahrnehmung. So können politische Diskurse und Debatten in den sozialen Medien ganz anders verlaufen! 

Die ganze Wahrheit über Eilmeldungen, Breaking News  und Fakenews. Stimmt das? Filter und siebe deine Informationen und stärke deine selektive Wahrnehmung, denn so könnten politische Diskurse und Debatten in den sozialen Medien ganz anders verlaufen!

Tag für Tag werden wir Opfer von Eilmeldungen, Breaking News, Meinungen, Falschbehauptungen, Fakenews, Hoaxes, Behauptungen und Lügen. Dies geschieht meist oft still und leise im Hintergrund, ohne dass wir es sofort mitbekommen. 

Wir werden durch die Medien laufend mit „Eilmeldungen“ und „Breaking News“ versorgt. Und wenn es nicht die Medien sind, dann teilen unsere Freunde auf Facebook, Instagram, Twitter und Co, ohne dass wir dies eigentlich bewusst wollen, Informationen mit uns. Ob für uns relevant oder nicht sei mal dahingestellt. Am Ende des Tages ist aber sehr oft so, dann wir einen vollen Kopf haben, aber in Wahrheit nur sehr wenig wissen. 

Warum wir am Ende nur sehr wenige wissen? „Eilmeldungen“ und „Breaking News“ sowie andere Informationen, die wir Tag für Tag aufnehmen, bringen am Ende keinen nachhaltigen Nutzen mit sich. Hast du dir schon einmal überlegt, wie viel Zeit du jeden Tag vor dem Bildschirm, dem Smartphone udgl. verbringst, um die neusten Meldungen in irgendwelchen Zeitungen oder auf Facebook, Twitter, Instagram und CO schnell mal zu checken?

Wer kennt es nicht? Kurz mal ein paar News checken. Was hat jemand aus seiner Freundesliste geschrieben? Wie oft guckt man „schnell einmal“ aufs Smartphone, einfach so nebenbei. Und wie oft am Ende kommt es dann vor, dass aus wenigen Minuten vielleicht einige Stunden werden?


Diese unreflektierte Informationsflut kostet nicht nur sehr viel Zeit, sondern kann einen auch in Stress versetzen, da man diese oft nicht mehr verarbeiten kann. Was oft übrig bleibt davon ist Stress, Verunsicherung und Ängste.


An dieser Stelle möchten wir dir die Geschichte, über die wir bereits 2015 berichtet haben, der DREI SIEBE zum Lesen geben. Sie soll dir dabei helfen, mit der soeben erwähnten Informationsflut richtig umzugehen. Diese Geschichte basiert auf einer sehr alten Erzählung des griechischen Philosophen Sokrates.

Hast du deine Meinung schon durch diese die drei Siebe gegossen und dir diese drei Fragen gestellt, bevor du deine Meinung formuliert hast?

  • Das Sieb der WAHRHEIT
  • Das Sieb der GÜTE
  • Das Sieb der NOTWENDIGKEIT

Die drei Siebe des Sokrates

Eines Tages kam ein Mann zum weisen Sokrates gelaufen und sagte:

„Hey Sokrates, ich muss dir etwas erzählen!“

„Einen Moment“, unterbrach ihn der Weise, „Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“

„Drei Siebe?“, frage der Mann voller Verwunderung.

„Ja, guter Freund! Lass uns sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht: Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du das, was du mir erzählen willst, geprüft? Bist du dir sicher, dass es wahr ist?“

„Nein, ich habe es erzählt bekommen…“

„Na gut. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Das zweite Sieb ist das der Güte. Wenn es nicht sicher wahr ist, was du mir erzählen möchtest, ist es wenigstens gut?“

Zögernd sagte der andere Mann: „Nein, ganz im Gegenteil…“

„Dann”, unterbrach ihn der Weise, „lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden. Ist es wichtig und notwendig, es mir zu erzählen, was dich so aufregt?“

„Notwendig nun gerade nicht… und wichtig auch nicht.“

„Also mein Freund“, lächelte der weise Sokrates, „wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig oder wichtig ist, so lass es lieber sein und belaste dich und mich nicht damit.“


Wenn also etwas nicht WAHR, nicht GUT oder nicht NOTWENDIG ist, dann erzähle oder teile es nicht weiter.

Wenn sich doch jeder diese drei Fragen stellen würde, ehe er seine Meinung formuliert, dann wäre vieles einfacher!

Hinweis: die Quelle der Geschichte ist nach unserer Recherche nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass sie auf Sokrates‘ Apologie, also seiner Verteidigungsrede, zurückgeht. Da der griechische Philosoph jedoch 469 v. Chr. geboren wurde, ist anzunehmen, dass Überlieferungen im Laufe der Zeit nicht mehr eindeutig zugeschrieben werden können.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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